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Bessere Arbeitsbedingungen und mehr Lohn für Pflegekräfte

Private Einrichtung führt Arbeitsvertragsrichtlinien für Mitarbeiter ein

15.05.2018
Freuen sich über die Einführung von Arbeitsvertragsrichtlinien im Aspida Lebenszentrum Thalbürgel: (v. l. n. r.) Nadine Lindner, Pflegedienstleiterin, Christian Ehlert, stellvertretender Einrichtungsleiter, Sebastian Thieswald, Geschäftsführer, Stephanie Rückbrod, Küchenleiterin, Doreen Gräfe, Ergotherapeutin, und Kerstin Schwarz, Pflegefachkraft. Foto: Aspida GmbH

Freuen sich über die Einführung von Arbeitsvertragsrichtlinien im Aspida Lebenszentrum Thalbürgel: (v. l. n. r.) Nadine Lindner, Pflegedienstleiterin, Christian Ehlert, stellvertretender Einrichtungsleiter, Sebastian Thieswald, Geschäftsführer, Stephanie Rückbrod, Küchenleiterin, Doreen Gräfe, Ergotherapeutin, und Kerstin Schwarz, Pflegefachkraft. Foto: Aspida GmbH

Das Aspida Lebenszentrum Thalbürgel hat als eine der ersten privaten Einrichtungen  Arbeitsvertragsrichtlinien (AVR) für seine Mitarbeiter eingeführt.

AVR sind allgemeine Regelungen zu den Arbeitsbedingungen und Gehältern und ähnlich umfangreich wie Tarifverträge. Bislang gab es solche Richtlinien nur bei großen gemeinnützigen oder kirchlichen Trägern, heißt es laut Pressemitteilung des Unternehmens. "Die Einführung der AVR stellen eine deutliche Verbesserung für unsere Mitarbeiter dar und wurden in einer Mitarbeitervollversammlung einstimmig angenommen", sagt Sebastian Thieswald, Geschäftsführer und Einrichtungsleiter des Aspida Lebenszentrum.

Die höheren Gehälter hätten in den Pflegesatzverhandlungen durchgesetzt werden müssen. "Während dieser Verhandlung haben wir ganz offen und transparent über die Kostensituation unserer Einrichtung gesprochen", berichtet Thieswald. "Das war ein Wagnis, aber am Ende auch ein Gewinn für alle Beteiligten." Pflegefachkräfte bei Aspida verdienen damit in Vollzeit monatlich 2 730 Euro brutto. Der Durchschnitt in Thüringen liegt bei 2 200 Euro, der Bundesdurchschnitt bei 2 600 Euro.

Zu den Verbesserungen, die die AVR beinhaltet, zählen beispielsweise Zusatzurlaube für Nachtdienste, Heirat, Geburt, Konfirmation, Firmung oder Jugendweihe sowie den Todesfall eines Verwandten, heißt es in der Pressemeldung weiter. Zudem seien Zuschläge für die Arbeit an Wochenenden und Feiertagen vereinbart worden. Auch für Nachtdienste gebe es künftig mehr Geld. Auch sei eine "höchstmögliche Transparenz" durch die Veröffentlichung der Gehälter gegeben, so Thieswald weiter.

Die höheren Löhne und verbesserten Arbeitsbedingungen seien eine Anerkennung der Leistung der Mitarbeiter und würden zudem mehr Arbeitszufriedenheit schaffen, sagt Thieswald. "Ich würde mir wünschen, dass auch andere private Einrichtungen unserem Beispiel folgen."

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