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"Bündnis für Fachkräftenachwuchs in der Langzeitpflege" in Bayern

Private Anbieter begrüßen Maßnahmen

11.10.2019
Der bpa fordert unter anderem kommunale Wohnungskontingente speziell für Pflegekräfte. Foto: Adobe Stock/ adragan

Der bpa fordert unter anderem kommunale Wohnungskontingente speziell für Pflegekräfte. Foto: Adobe Stock/ adragan

Mit dem geplanten "Bündnis für Fachkräftenachwuchs in der Langzeitpflege" setze die bayerische Staatsregierung konkrete Maßnahmen für mehr Pflegekräfte in Bayern um, so der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa).

"Die auf Bundesebene im Rahmen der Konzertierten Aktion Pflege gefassten Beschlüsse und getroffenen Vereinbarungen werden mit dem Bündnis bei uns in Bayern strukturiert zum Leben erweckt", sagt der bayerische bpa-Landesvorsitzende Kai A. Kasri. "Es ist ein klares und gutes Signal, dass sich die Staatsregierung auch die handfesten Probleme vornimmt, wie zum Beispiel die Schaffung von mehr bezahlbarem Wohnraum für Pflegekräfte", so Kasri. Auch die im Bündnis vertretenen Kommunen müssten jetzt ihren Beitrag leisten und bezahlbare Wohnungskontingente speziell für Pflegekräfte ausweisen.

Die Eindämmung der Zeitarbeit in der Pflege müsse durch das Bündnis nun ebenfalls schnell auf Landesebene angegangen werden, fordert der Leiter der bpa-Landesgeschäftsstelle Joachim Görtz: "Wir wollen, dass der Einsatz von einrichtungsfremdem Personal wie Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmern in pflege- und betreuungsrelevanten Bereichen unterbleibt. Zeitarbeit kostet viel, bringt keine neuen Fachkräfte und hilft nicht dabei, Versorgungslücken zu schließen."
 Bis zum 31. Juli 2020 sollen nach den Beschlüssen der KAP in allen Bundesländern Regelungen zum Einsatz von Leiharbeitskräften in den Pflegeeinrichtungen vereinbart werden. "Hier kann Bayern wieder eine Vorreiterfunktion einnehmen. Wir wollen dieses Thema schnell angehen und haben die Vertragspartner auf Landesebene bereits zu Verhandlungen aufgefordert", so Görtz.

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