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Steigende Belastung für Sozialsysteme

Wo die Politik Einsparpotenzial sieht

21.08.2019
Jahrelang galt der Grundatz "ambulant vor stationär". Doch durch neue Pflege-Wohnangebote steigen die Belastungen für die Sozialkassen. Foto: Peter Maszlen/AdobeStock

Jahrelang galt der Grundatz "ambulant vor stationär". Doch durch neue Pflege-Wohnangebote steigen die Belastungen für die Sozialkassen. Foto: Peter Maszlen/AdobeStock

Pflegebedürftige können ambulante Sachleistungen und Leistungen der Tagespflege kombinieren - auch im Bereich des betreuten Seniorenwohnens. Das kann für die Sozialsysteme teurer werden und nun hat, so berichtet das Handelsblatt, der Gesetzgeber solche Angebote im Fokus.

Durch das Kombinieren von Leistungen entstünden Kosten von teilweise mehr als das Doppelte pro Patient für  die Sozialkassen als in klassischen Pflegeheimen, so die Zeitung. Das Handelsblatt beruft sich auf eine interne Studie des Gesundheitsministeriums. So sollen die Mehrausgaben für die Kranken- und Pflegeversicherung durch die verstärkte Nutzung dieser Kombination alleine für das Jahr 2017 auf 225 bis 700 Millionen Euro betragen.

Der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses, Erwin Rüddel (CDU), sagte gegenüber dem Deutschlandfunk vergangene Woche, dass zurzeit viele Einrichtungen entstünden, wo betreutes Wohnen mit Tagespflege kombiniert wird. "Das sind eigentlich pseudostationäre Einrichtungen, die die Sozialkassen, also Pflegeversicherung, Krankenversicherung sehr stark belasten, während im Heim nicht die Krankenversicherung zahlt, die Pflegeversicherung einen begrenzten Betrag hat und auch mit steigenden Löhnen die Eigenanteile für die Pflegebedürftigen und Familien enorm steigen werden. Ich denke, wir brauchen eine Verknüpfung, eine stärkere Vernetzung von ambulanten und stationären Versorgungen."

Im Gesundheitsausschuss soll parallel dazu ein Rechenbeispiel kursieren: In der Kombination aus Betreutem Wohnen und Tagespflege könnten 3 096 Euro für einen Bewohner der Pflegestufe 3 aus der Kranken- und der Pflegeversicherung abgerufen werden. In Heimen würde hingegen für den gleichen Fall nur die Pflegeversicherung zahlen, "und zwar den deutlich niedrigeren Betrag von 1 262 Euro".

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