Bitte warten Sie.'

Die Seite wird geladen.'


Sie sind hier:

Home Infopool Nachrichten Politik Warum kommen und wirken Reformen nur langsam?

Pflegepolitik

Warum kommen und wirken Reformen nur langsam?

24.01.2020
Die Altenpflege steht unter Druck, die Versorgung ist nicht immer garantiert. Foto: Peter Atkins/AdobeStock

Die Altenpflege steht unter Druck, die Versorgung ist nicht immer garantiert. Foto: Peter Atkins/AdobeStock

Die Altenpflege steht unter Druck mit dramatischem Personalmangel und hohen Eigenanteilen für Heimbewohner. Die Regierung räumt ein: Schnelle Abhilfe ist nicht in Sicht.

Viele Pflegebedürftige und Angehörige erleben die drastischen Pflegelücken in Deutschland täglich hautnah. "Die Menschen werden oft nicht so gut versorgt, wie sie versorgt werden müssten", sagte der Präsident des Deutschen Pflegerats, Franz Wagner, am Freitag beim Kongress Pflege 2020 in Berlin. "Es gibt lange Wartelisten in Pflegeheimen, es gibt Wartelisten bei Pflegediensten." Ein "Mantel des Schweigens" werde über die Missstände gelegt. Frühere Bundesregierungen hätten die Probleme über Jahre verschlafen.

Die Vertreter der derzeitigen Regierung übten sich im Spagat. Mehr Ausbildung, mehr Personal und mehr Geld - das sollen die Konzertierte Aktion Pflege mit drei Ministerien und vielen Akteuren sowie neue Gesetze bringen. An die Pflegekräfte gerichtet sagte Familienministerin Franziska Giffey (SPD): "Ich weiß, dass Siesagen: Das heißt ja noch lange nicht, dass sich am Pflegebett und bei mir auf der Station etwas verbessert."

Giffey betonte, "dass wir jetzt schon sehen können, dass sich perspektivisch etwas verändern wird".

 Das kann für jene Heimbewohner, die die Eigenanteile nicht mehr allein zahlen können, kein Trost sein. Auch nicht für die Altenpfleger, die im Dauerstress die ihr anvertrauten pflegebedürftigen Menschen versorgen. Warum kommen und wirken Reformen nur langsam? Pflegebeauftragter Andreas Westerfellhaus sagte der dpa: "Das Beharrungsvermögen im durch Lobbyisten geprägten Gesundheitswesen ist stark ausgeprägt."

Pia Zimmermann, pflegepolitische Sprecherin der Linken im Bundestag, macht beim Pflegekongress ihrem Unmut Luft:"Bundesarbeitsminister Hubertus Heil verschweigt, dass die Bundesregierung für die Refinanzierung der dringend nötigen Lohnsteigerungen in dem Beruf keinen Finger krumm macht. Die Zeche werden die Menschen mit Pflegebedarf zahlen müssen, wenn ihre Eigenanteile deshalb in den Heimen steigen." So spiele Heil gemeinsam mit Gesundheitsminister Jens Spahn die Gruppen im jetzigen System der Pflegefinanzierung gegeneinander aus. Zimmermann: "Die Bundesregierung drückt sich vor der Verantwortung und delegiert den Konflikt ums Geld ans Pflegebett."

Facebook
Kommentare (0)
Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben

Sie sind nicht eingeloggt

registrieren

Aktuelle Ausgabe

Zum Abo...

März 2020

ALTENPFLEGE 2020:
Lauter leuchtende Ideen!

Abo

Downloads

Weitere Zeitschriften

Verlagsbereich Altenhilfe

Verlagsbereich Altenhilfe

Partner für die Altenhilfe

Altenpflege Logo

Altenpflege Online

Vorsprung durch Wissen. Die Website für die Pflegepraxis.

CAREkonkret Logo

CAREkonkret

Die Wochenzeitung für Entscheider in der Pflege

Häusliche Pflege Logo

Häusliche Pflege Online

Pflegedienste besser managen.

CareInvest

CAREInvest

Der Branchendienst des Pflegemarkts