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In Gesundheitsberufen

Rheinland-Pfalz will Impfpflicht einführen

17.04.2019
Mitarbeiter in der Pflege müssen in Rheinland-Pfalz künftig einen ausreichenden Impfschutz gegen Masern vorweisen. Foto: Adobe Stock/ sharryfoto

Mitarbeiter in der Pflege müssen in Rheinland-Pfalz künftig einen ausreichenden Impfschutz gegen Masern vorweisen. Foto: Adobe Stock/ sharryfoto

In Rheinland-Pfalz müssen sich Mitarbeiter in Gesundheitsberufen künftig verpflichtend impfen lassen. Noch in diesem Jahr solle eine Novellierung der Hygieneordnung Arbeitgeber in die Pflicht nehmen, einen Immunschutz beim Personal sicherzustellen, sagte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) am Dienstag (16. April).

Die Landesregierung sei grundsätzlich für eine Impfpflicht, sagte die Ministerin. Die müsse sich aber auf bestimmte Personengruppen beziehen, um sie konsequent durchsetzen zu können. "Wir wollen bei den Personengruppen anfangen, bei denen die meisten Masernfälle auftreten", sagte sie. Das seien ganz klar die Erwachsenen. 29 der 30 gemeldeten Fälle eines Ausbruch der Masern in diesem Jahr in der Südpfalz sind Erwachsene. Nach der geplanten Novellierung der Hygieneordnung müssen die Träger medizinischer Einrichtungen wie Krankenhäusern, (Zahn-)Arztpraxen oder Pflegediensten zu Beginn einer Anstellung sicherstellen, dass Anwärter geimpft sind.
Einer möglichen Einführung einer bundesweiten Impfpflicht im Kindesalter stehe das Ministerium aufgeschlossen gegenüber, sagte Bätzing-Lichtenthäler. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte diese ins Gespräch gebracht. Derzeit sei eine Impfpflicht auf Landesebene bei Kindern aber nicht verhältnismäßig, sagte die Ministerin. Es gebe zahlreiche flankierende Maßnahmen auf Bundes- und Landesebene, Schwierigkeiten bei einer etwaigen Sanktionierung und ohnehin wenige Fälle angesichts hoher Impfquoten in Rheinland-Pfalz. Die liegen laut einer Sprecherin bei knapp 98 Prozent bei der ersten sowie knapp 94 Prozent bei der zweiten Masernimpfung.

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