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Altenpflege in Nordrhein-Westfalen

Pfleger stimmen über Kammer ab

05.11.2018
Auch die Altenpflegekräfte sind aufgerufen, sich an der Umfrage zur Kammer zu beteiligen. Foto: Peter Atkins/AdobeStock

Auch die Altenpflegekräfte sind aufgerufen, sich an der Umfrage zur Kammer zu beteiligen. Foto: Peter Atkins/AdobeStock

1500 repräsentativ ausgewählte Pflegefachkräfte stimmen derzeit in Nordrhein-Westfalen über eine eigene Interessenvertretung ab. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU), will wissen, ob die Betroffenen eine Kammer oder einen "Pflegering" nach bayerischen Vorbild wollen.

Insofern wäre es ein Fortschritt, "wenn die Pflege eine eigene Stimme hat". Allerdings müsse den Betroffenen klar gesagt werden, dass eine Kammer weder für die Entlohnung zuständig sei noch den Fachkräftemangel beheben könne.

Dafür könnten aber hoheitliche Aufgaben in der Aus- und Fortbildung auf eine Pflegekammer übertragen werden. Die SPD-Opposition kritisierte die kleine Stichprobe am Freitag in Düsseldorf und forderte stattdessen eine Urabstimmung aller 197 000 Pflegefachkräfte in NRW. Nur so sei eine breite Akzeptanz zu erreichen, betonte der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Josef Neumannn. Schließlich wäre eine Pflegekammer mit Zwangsbeiträgen verbunden.

Im November will die SPD im Landtag über eine Urabstimmung debattieren. Auch Hessen und Rheinland-Pfalz hätten auf diesem Wege Pflegekammern eingeführt, sagte Neumann. Da es kein Berufsregister für die Pflegekräfte gibt, hält das NRW-Gesundheitsministerium dieses Verfahren aber für angreifbar. Das Ergebnis der repräsentativen Befragung soll Anfang 2019 vorgestellt werden.

 ein Fortschritt, «wenn
die Pflege eine eigene Stimme hat».

Allerdings müsse den Betroffenen klar gesagt werden, dass eine Kammer
weder für die Entlohnung zuständig sei noch den Fachkräftemangel
beheben könne. Dafür könnten aber hoheitliche Aufgaben in der Aus-
und Fortbildung auf eine Pflegekammer übertragen werden.

Die SPD-Opposition kritisierte die kleine Stichprobe am Freitag in
Düsseldorf und forderte stattdessen eine Urabstimmung aller 197 000
Pflegefachkräfte in NRW. Nur so sei eine breite Akzeptanz zu
erreichen, betonte der gesundheitspolitische Sprecher der
SPD-Landtagsfraktion Josef Neumannn. Schließlich wäre eine
Pflegekammer mit Zwangsbeiträgen verbunden.

Im November will die SPD im Landtag über eine Urabstimmung
debattieren. Auch Hessen und Rheinland-Pfalz hätten auf diesem Wege
Pflegekammern eingeführt, sagte Neumann. Da es kein Berufsregister
für die Pflegekräfte gibt, hält das NRW-Gesundheitsministerium dieses
Verfahren aber für angreifbar. Das Ergebnis der repräsentativen
Befragung soll Anfang 2019 vorgestellt werden.

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