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Bundeskanzlerin Merkel besucht Altenheim in Paderborn

Pflege ist Aufgabe der gesamten Regierung

16.07.2018
Bundeskanzlerin Angela Merkel ist von dem Pfleger Ferdi Cebi (l.) und Martin Wolf (Vorstand St. Johannistift) empfangen worden. Foto: Friedrich Stark/epd

Bundeskanzlerin Angela Merkel ist von dem Pfleger Ferdi Cebi (l.) und Martin Wolf (Vorstand St. Johannistift) empfangen worden. Foto: Friedrich Stark/epd

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) besuchte am Montag das Evangelische Altenheim St. Johannisstift in Paderborn, um sich ein persönliches Bild von der Arbeitssituation in der Pflege machen. Die CDU-Chefin war der Einladung des Paderborner Altenpflegers Ferdi Cebi gefolgt. Sie sprach sich für bessere Arbeitsbedingungen in der Pflege aus.

Merkel traf zunächst Senioren in ihren Wohnbereichen und nahm anschließend an einer Kaffeetafel mit den Bewohnern teil. Danach stand ein Gespräch mit dem Pflegepersonal auf dem Besuchsprogramm. Im Rahmen ihres Besuchs sagte die Bundeskanzlerin: "Es gibt ganz unterschiedlich getragene Einrichtungen und für alle gilt: Die Menschen, die dort arbeiten, müssen gut bezahlt werden, damit die Menschen, die dort leben, auch gute Pflege bekommen." Um den Fachkräftemangel in der Pflege zu bekämpfen, müsse der Beruf attraktiver gemacht werden - durch vernünftige Arbeitszeiten und eine angemessene Bezahlung unabhängig davon, in welcher Trägerschaft sich das Heim befinde. Außerdem sagte Merkel: "Wenn jemand jeden Tag mit Menschen arbeitet, warum sollte derjenige oder diejenige dann nicht genauso gut verdienen oder etwas mehr wie jemand, der in einer Bank arbeitet oder an einer Maschine arbeitet."

Merkel erklärte auch, Pflegekräfte dürften nicht überfordert werden. Verbesserungen bei der Ausbildung und Bezahlung seien auch Ziel der "Konzertierten Aktion Pflege" von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) und Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD). "Wir müssen versuchen, das nicht ganz einfache System zu ordnen und die Vielfalt zu einer Einheit zu machen." Bundesweit solle ein vergleichbares Niveau von Ausbildung und Bezahlung erreicht werden, sagte die CDU-Chefin. Für die Pflege sei nicht nur der Fachminister verantwortlich, sie sei Aufgabe der gesamten Regierung.

Der Pfleger Cebi sprach sich zur Bekämpfung des Personalmangels für flächendeckende Tarifverträge und eine Fünf-Tage-Woche in allen Einrichtungen aus. Er mahnte zugleich, dass nicht nur das Negative in der Pflege gezeigt werden dürfe. "Die positiven Seiten gehen ein bisschen unter, und das finde ich schade", sagte Cebi am Morgen im RBB-Radio. Der Beruf habe viel mehr schöne als negative Seiten. Der Altenpfleger hatte Merkel im September vergangenen Jahres in der ZDF-Wahlsendung "Klartext, Frau Merkel" nach Paderborn eingeladen. Die Bundeskanzlerin, die überraschend zugesagt hatte, wollte nun ihr Versprechen wahr machen, sich vor Ort zu informieren.

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