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Brisante Situation der Pflege in Niedersachsen

Landtagsabgeordnete diskutieren mit Verbänden und Gewerkschaften über Verbesserungen

31.05.2018
Die Situation der Pflege in Niedersachsen ist brisant. Das soll sich schnell ändern. Foto: Adobe Stock/ Gina Sanders

Die Situation der Pflege in Niedersachsen ist brisant. Das soll sich schnell ändern. Foto: Adobe Stock/ Gina Sanders

Darüber, wie die Arbeitsbedingungen in der Pflege verbessert und der Beruf attraktiver gemacht werden kann, haben Landtagsabgeordnete mit Vertretern von Sozialverbänden, Gewerkschaften und Betroffenen diskutiert.

In einem Punkt waren sich fast alle Teilnehmer einig: Die Bezahlung für Pfleger muss verbessert werden, um den Beruf attraktiver zu machen. "Niedersachsen nimmt bei der Vergütung in der Altenpflege einen Abstiegsplatz ein - das sollte sich dringend ändern", sagte Martin Dichter, Vorsitzender des Berufsverbandes für Pflegeberufe Nordwest.

SPD und CDU wollen laut Koalitionsvertrag private Pflegedienste davon überzeugen, Altenpfleger nach Tarif zu bezahlen. Christoph Brauner, der Projektleiter für Pflege beim Diakonischen Werk ist, appellierte deshalb an die Landesregierung, sich im Bundesrat für eine Gesetzesänderung einzusetzen. "Wir müssen mit allen Beteiligten schauen, dass wir eine Tarifbindung bekommen." Die ambulante Pflege in Niedersachsen könne die Versorgung der Betroffenen kaum noch leisten.

Auch Dirk Swinke vom Sozialverband Niedersachsen unterstützte die Forderung nach einer verbesserten Bezahlung. "Aber: Wer zahlt das Ganze?" Der Kostenanstieg dürfe nicht zulasten der Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen gehen. Eine Refinanzierung sei die Grundlage, und dazu müsse das derzeitige Modell der Pflegekassen in eine Pflegebürgerversicherung geändert werden.

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