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Länder wollen Bedingungen für die Kurzzeit-Pflege verbessern

Kliniken sollen Kurzzeit-Pflege anbieten dürfen

27.11.2019
Der Bedarf an Kurzzeitpflegeplätzen steigt. Foto: CHW/AdobeStock

Der Bedarf an Kurzzeitpflegeplätzen steigt. Foto: CHW/AdobeStock

Die Bedingungen für die Kurzzeit-Pflege sollten nach Ansicht von Sozialministern besser werden. Gemeinsam mit Niedersachsen will der Nordosten einen Lösungsvorschlag bei der Arbeits- und Sozialministerkonferenz am Mittwoch und Donnerstag in Rostock unterbreiten.

"In jedem Bundesland gibt es das Problem, dass einer hohen Nachfrage regelmäßig ein zu geringes Angebot an Kurzzeit-Pflegeplätzen gegenübersteht", sagte Mecklenburg-Vorpommerns Ressortchefin Stefanie Drese (SPD) der Deutschen Presse-Agentur in Schwerin.

Das Problem sei die Wirtschaftlichkeit, erklärte Drese. Ein Kurzzeit-Pflegeplatz werde oft von jetzt auf gleich gebraucht. Die Patienten blieben aber nur für kurze Zeit - das Gesetz sieht maximal acht Wochen vor. Es müsse deshalb so viel Personal und Ausstattung vorgehalten werden, dass sich unter den bisherigen Rahmenbedingungen Kurzzeit-Pflege häufig nicht lohne. "Wir wollen, dass das Betreiben von Einrichtungen deutlich attraktiver wird", sagte Drese, die derzeit Vorsitzende der Arbeits- und Sozialministerkonferenz ist.

Die Antragsteller schlagen eine höhere Vergütung von Leistungen der Kurzzeit- und Verhinderungspflege vor. Außerdem sollte die Errichtung von Einrichtungen unkomplizierter und es auch Krankenhäusern erlaubt werden, Kurzzeit-Pflege anzubieten. Pflegeheime sollten verpflichtet werden, einen bestimmten Anteil Betten für die Kurzzeit-Pflege freizuhalten. Die höheren Aufwendungen und die Einnahmeausfälle in Zeiten der Nichtnutzung müssten von den Pflegekassen bezahlt werden, sagte Drese.

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