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Bayerns Sozialministerin Huml

Kinder sollten nicht automatisch für Pflege der Eltern zahlen

11.12.2017
Kinder sollen erst ab einem Jahreseinkommen von 100 000 Euro für die Pflegekosten ihrer Eltern aufkommen. Foto: Archiv

Kinder sollen erst ab einem Jahreseinkommen von 100 000 Euro für die Pflegekosten ihrer Eltern aufkommen. Foto: Archiv

Kinder sollen nach Meinung der bayerischen Sozialministerin Melanie Huml (CSU) erst ab einem Jahreseinkommen von 100 000 Euro für die Pflegekosten ihrer Eltern zur Kasse gebeten werden können.

Bei Leistungen der Grundsicherung im Alter gebe es diese Grenze bereits. Diese Regelung sei auch bei Pflegebedürftigkeit sinnvoll. So könne man pflegebedürftigen Eltern die Angst nehmen, den eigenen Kindern auf der Tasche zu liegen. Es dürfe nicht sein, dass Eltern nicht die angemessene Versorgungsform wählen, weil sie Kinder vor Unterhaltszahlungen bewahren wollten, so Huml laut Pressemitteilung. Schon jetzt hat laut einer Umfrage jeder zweite Deutsche Angst, diesbezüglich nicht genügend abgesichert zu sein. Zudem fordert Huml von der künftigen Bundesregierung weitere Pflegereformen. In den anstehenden Gesprächen zwischen Union und SPD sollte die Pflege "ein zentrales Thema sein". Die Selbstbestimmung pflegebedürftiger Menschen müsse künftig stärker als bisher beachtet werden, sagte die Landesministerin: "Die Pflegeversicherung muss den Menschen den Rücken stärken, die Versorgung zu wählen, die ihren individuellen Pflegebedürfnissen entspricht."

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