Bitte warten Sie.'

Die Seite wird geladen.'


Sie sind hier:

Home Infopool Nachrichten Politik Kaum Akademiker am Bett

Kleine Anfrage der Grünen

Kaum Akademiker am Bett

31.07.2019
Akademisch ausgebildete Pflegekräfte arbeiten nur selten direkt mit den Pflegebedürftigen. Foto: Adobe Stock/ Halfpoint

Akademisch ausgebildete Pflegekräfte arbeiten nur selten direkt mit den Pflegebedürftigen. Foto: Adobe Stock/ Halfpoint

Nur 0,34 Prozent aller Beschäftigten in der ambulanten und 0,45 Prozent der Beschäftigten in der stationären Pflege verfügen über eine pflegewissenschaftliche Ausbildung einer Fachhochschule oder Universität. Die Mehrheit davon übt allerdings Leitungs- und Verwaltungsaufgaben aus. Am Bett ist also nur eine verschwindend geringe Zahl.

Das geht aus einer kleinen Anfrage der Grünen (Drucksache 19/11887) hervor. Die Mitglieder der Grünen-Bundestagsfraktion bemängeln in ihrer Anfrage, dass es bezüglich der praktischen Umsetzung der Pflegeberufereform noch unzählige ungeklärte Fragen gibt. Außerdem mangele es an geeigneten Praxisanleitern und Pflegepädagogen.

Laut Antwort der Bundesregierung sieht die Pflegeberufe-Ausbildungs- und Prüfungsverordnung (PflAPrV) vor, dass die Praxisanleitung durch hochschulisch qualifiziertes Personal erfolgt. Allerdings könnten die Länder in eigener Regelungshoheit abweichende Anforderungen an die Eignung der Praxisanleiter vorsehen und damit den Bedarf abdecken. Die Erreichung des Ausbildungsziels dürfe dadurch aber nicht gefährdet werden. In der Ausbildungsoffensive Pflege hätten sich die Träger der praktischen Azusbildung und die Tarifvertragsparteien dazu verpflichtet, angemessene finanzielle Anreize für die Übernahme einer Tätigkeit als Praxisanleitung zu schaffen. Darüber hinaus hätten sich die an der Arbeitsgruppe 5 der KAP beteiligten Arbeitgeber-bzw. Dienstgebervertreter dazu verpflichtet, ihre Entlohnungsbedingungen im Bereich der Altenpflege daraufhin zu überprüfen, ob diese im Branchenvergleich angemessen und konkurrenzfähig sind, und diese gegebenenfalls anzuheben. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe 5 seien gemeinsam der Auffassung gewesen, dass dieser Weg durch die Festlegung verbindlicher Lohnuntergrenzen für die Altenpflege weiter unterstützt werden müsse.

Zum Anteil an akademisch ausgebildeten Pflegepädagogen an den Pflegeschulen sowie dazu, wie viele Studienplätze es für Pflegepädagogen gibt, lagen der Bundesregierung laut Antwort keine Erkenntnisse vor. Auf die Frage, wie das Pflegepädagogik-Studium attraktiver gemacht werden soll, antwortete die Bundesregierung, es seien höhere und inhaltlich differenziertere hochschulische Ausbildungsvoraussetzungen vorgesehen. Die inhaltliche Vorgabe der Studienrichtung "Pflegepädagogik" im Rahmen dieser Mindestvoraussetzungen dürfte bereits für eine hinreichende bundesweite Akzeptanz der zurzeit ca. 25 Studienangebote in diesem Bereich an unterschiedlichen Fachhochschulen und Universitäten führen, so die Bundesregierung in ihrer Antwort weiter.

Facebook
Kommentare (4)
Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben

Sie sind nicht eingeloggt

registrieren

Aktuelle Ausgabe

Zum Abo...

September 2020

Forderungs-
management: 
Wie Sie wirksam
nachhaken

Abo

Downloads

Weitere Zeitschriften

Verlagsbereich Altenhilfe

Verlagsbereich Altenhilfe

Partner für die Altenhilfe

Altenpflege Logo

Altenpflege Online

Vorsprung durch Wissen. Die Website für die Pflegepraxis.

CAREkonkret Logo

CAREkonkret

Die Wochenzeitung für Entscheider in der Pflege

Häusliche Pflege Logo

Häusliche Pflege Online

Pflegedienste besser managen.

CareInvest

CAREInvest

Der Branchendienst des Pflegemarkts