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Thaddäus Kunzmann zieht nach einem Jahr Bilanz

Demografiebeauftragter rechnet mit Pflegenotstand im Südwesten

06.04.2018
Thaddäus Kunzmann zog als Demografiebeauftragter von Baden-Württemberg eine erste Bilanz nach einem Jahr im Amt. Foto: privat

Thaddäus Kunzmann zog als Demografiebeauftragter von Baden-Württemberg eine erste Bilanz nach einem Jahr im Amt. Foto: privat

Der Demografiebeauftragte des Landes Baden-Württemberg fürchtet einen Pflegenotstand. Schon bis 2030 fehlten 40 000 zusätzliche Pflegekräfte im Südwesten, sagte Thaddäus Kunzmann am Donnerstag in Stuttgart. Diese Lücke zu schließen, sei kaum möglich.

Im zwei, drei Jahrzehnten wachse der Pflegebedarf der geburtenstarken Jahrgänge weiter. Sie erreichten ihr hohes Alter in einer Zeit des massivsten Fachkräftemangels in allen Berufsfeldern. Es müssten ergänzende Hilfen neben der Pflege entwickelt werden. Eine "sorgende Gemeinschaft", also ein nachbarschaftliches Netzwerk, könne ein Weg sein.

Kunzmann ist nach eigenen Angaben der einzige weisungsungebundene Demografiebeauftragte in den Bundesländern. Der 54-Jährige ist dem Sozialministerium zugeordnet, arbeitet aber ressortübergreifend. Er zog am Donnerstag eine erste Bilanz nach einem Jahr im Amt.

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