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Demenz

Bayern plant Demenzpakt - Kritik von der Opposition

03.01.2020
Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml (CSU). Foto: www.melanie-huml.de

Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml (CSU). Foto: www.melanie-huml.de

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) will in diesem Jahr einen Bayerischen Demenzpakt gründen, damit Betroffene mehr am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Die Opposition hält nicht viel davon und fordert hingegen konkrete Maßnahmen wie alternative Wohnformen und weniger Bürokratie.

Huml erklärte zum Demenzpakt: "Ziel ist es, mit diesem Pakt das Thema Demenz auf eine noch breitere Basis zu stellen." Alle bayerischen Staatsministerien sowie Vertreter von Kommunen, Kirchen, Zivilgesellschaft, Wohlfahrts- und Betroffenenverbänden würden eingeladen beizutreten.
In Bayern leben den Angaben nach mehr als 240 000 Demenzkranke. Die Zahl werde nach Schätzungen auf Grundlage der demografischen Entwicklung bis zum Jahr 2030 auf 300 000 ansteigen.

Der Demenzpakt ist eine von vielen Aktionen des Ministeriums, um das Thema in die Öffentlichkeit zu bringen: Die Staatsregierung beschloss 2013 eine Bayerische Demenzstrategie. Im September soll bei der zweiten Bayerischen Demenzwoche über Betreuungs- und Hilfsangebote informiert werden. Im Oktober wird zudem der vierte Bayerische Demenzpreis verliehen. Zudem gibt es eine Fachstelle für Demenz und Pflege Bayern in Nürnberg, die Zweigstellen in allen Regierungsbezirken bekommen soll.

Die Opposition sieht daher im Demenzpakt vor allem Symbolpolitik. Der pflegepolitische Sprecher der Grünen im Landtag, Andreas Krahl,sagte: "Wir wissen ja schon, welche Welle da auf uns zurollt. Die Zahlen sprechen für sich." Einen effektiven Mehrwert würden die Pakt-Teilnehmer nicht haben. "
Sein Kollege der FDP, Dominik Spitzer, sagte: "Ministerpräsident (Markus) Söder forderte kürzlich ein Modernisierung-Gesetz für schnellere Investitionen. Einen ähnlichen Elan würde ich mir auch beim Thema Pflege und Demenz wünschen." Krahl und Spitzer forderten u.a. Demenzdörfer. "Die Staatsregierung weigert sich, das überhaupt in ihr Konzept aufzunehmen", so Krahl.

Im Frühjahr soll es zwei neue Fachstellen für Demenz und Pflege in Niederbayern und Unterfranken geben. "Das ist ja ganz schön, aber wir brauchen eine flächendeckende Versorgung und Beratung gerade auch für die pflegenden Angehörigen im ganzen Land und nicht einen Auftritt mit Blaskapelle und Tamtam, um damit die drängendsten Versorgungslücken zu überspielen", sagte die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Ruth Waldmann.
Hingegen erklärte Sonja Womser, Geschäftsführerin des bayerischen Landesverbands der Deutschen Alzheimer Gesellschaft: "Diesen Demenzpakt halte ich für sinnvoll, denn je mehr das Thema Demenz in die Gesellschaft gebracht wird, desto besser."

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