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Um flächendeckenden Tarifvertrag zu verhandeln

Pflegeanbieter gründen bundesweiten Arbeitgeberverband

23.05.2019
Schon im Juni schließen sich mehrere Anbieter und Verbände aus der Pflegebranche zu einem Arbeitgeberverband zusammen, um einen flächendeckenden Tarifvertrag aushandeln zu können. Foto: Adobe Stock/Reicher

Schon im Juni schließen sich mehrere Anbieter und Verbände aus der Pflegebranche zu einem Arbeitgeberverband zusammen, um einen flächendeckenden Tarifvertrag aushandeln zu können. Foto: Adobe Stock/Reicher

Mehrere große Pflegeanbieter und -Verbände under anderem aus den Bereichen von Arbeiterwohlfahrt, Arbeiter-Samariter-Bund und der Diakonischen Dienstgeber in Niedersachsen haben sich auf die Gründung eines bundesweit zuständigen Arbeitgeberverbandes im kommenden Monat verständigt. 

Sie soll durch den Abschluss eines für die gesamte Branche repräsentativen Tarifvertrages sowohl die Interessen der mehr als 1,1 Millionen Beschäftigten in der Pflege berücksichtigen, als auch den Arbeitgebern eine verlässliche wirtschaftliche Grundlage geben. Ziel sei es, die gefundenen Abschlüsse durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales für allgemeinverbindlich zu erklären, heißt es in einer Pressemitteilung des Awo Arbeitgeberverbandes (AGV Awo). Bereits im Juni soll die Gründungsversammlung des neuen Verbandes stattfinden.

Der "bpa Arbeitgeberverband", in dem mehr als 10.000 private Anbieter sozialer Dienste zusammengeschlossen sind, lehnte einen solchen Zusammenschluss ab. Er sprach von einer "parteipolitischen Show, die auf die Aushebelung der Tarifautonomie ausgerichtet ist". Rainer Brüderle, der Präsident des bpa Arbeitgeberverbandes, sagte in Berlin, bei dem geplanten Zusammenschluss handele es sich "um einen Verband der Nischenanbieter". Er vertrete nur einen Bruchteil der Beschäftigten in Pflege.

Die BVAP wies indes darauf hin, dass sie die Interessen von mehr als einer Million Beschäftigten vertrete und gleichzeitig den Arbeitgebern wirtschaftliche Sicherheit biete. Auch der Paritätische Gesamtverband unterstütze das Vorhaben, sagte der Sprecher.

Ein attraktiver Pflegeberuf brauche gute Arbeitsbedingungen:  "Als Arbeitgeber sind wir uns unserer Verantwortung bewusst und wollen Pflegekräfte besser bezahlen. Der Zusammenschluss von ganz unterschiedlichen Pflegeanbietern zur BVAP zeigt, dass die Branche bereit ist, für dieses Ziel einen wichtigen Beitrag zu leisten", sagt der Vorsitzende des AGV Awo, Rifat Fersahoglu-Weber.

Nach Verlautbarungen des Bundesarbeitsministeriums seien für Ende Mai die letzten Abstimmungen über gesetzliche Änderungen im Arbeitnehmerentsendegesetz geplant, die noch vor der parlamentarischen Sommerpause umgesetzt werden sollen. Damit wäre auch der gesetzliche Weg für einen bundesweit geltenden allgemeinverbindlichen Tarifvertrag in der Pflege frei.

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