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Personalmangel und Arbeitsbedingungen in der Pflege

Offener Brief: Pflegereform löst die Probleme nicht

19.08.2015
Beruf mit großer Arbeitsbelastung: Die Pflegeexperten fordern ein schnelles Handeln, um den Beruf der Altenpflege attraktiver zu machen. Foto: Werner Krüper

Beruf mit großer Arbeitsbelastung: Die Pflegeexperten fordern ein schnelles Handeln, um den Beruf der Altenpflege attraktiver zu machen. Foto: Werner Krüper

Der Entwurf zum Pflegestärkungsesetz II löst die aktuellen Pflegeprobleme nicht. Mit dieser Botschaft richten sich verschiedene Pflegeexperten in einem offenen Brief an Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU).

Vor allem der Personalmangel in der Pflege werde durch die Pflegereform nicht angegangen, kritisiert die Gruppe um Werner Kollmitz, Reinhard Leopold und Michael Thomsen. "Gute Pflege ist nur möglich, wenn es bessere Arbeitsbedingungen und eine bessere Bezahlung in der Pflege gibt", heißt es in dem Brief. Dabei beziehen sich die Verfasser unter anderem auf die niedersächsische Sozialministerin Cornelia Rundt (SPD): "Bei einem weiteren Scheitern der Pflegeselbstverwaltung, muss der Bund den Ländern eine Eingriffsmöglichkeit in Form einer Verordnungsermächtigung gewähren. Drohende Versorgungsengpässe durch Fachkräftemangel infolge unzureichender Pflegesätze, müssen ein ausreichender Grund für Interventionen der Strukturverantwortlichen Länder sein."

Die Autoren des Briefs fordern unverzügliches Handeln, denn "die Pflegeselbstverwaltung in den Bundesländern hat kläglich versagt". Ein wesentlicher Grund dafür sei der heute bereits vorhandene Fachkräftemangel, den die Anbieter zwar selbst beklagen - aber bisher nichts dagegen unternommen hätten. Befristete Arbeitsverträge, geringe Bezahlung, hohe physische und psychische Belastungen, geringe Wertschätzung durch Leitungskräfte u.v.m. steigerten weiter die Unattraktivität der Pflegeberufe, so Kollmitz & co.

Bis heute würden von den Kostenträgern Kostensenkungen verlangt. Letztlich auch, weil immer mehr pflegebedürftige Menschen auf Unterstützung durch Sozialämter angewiesen seien. "Seit Einführung der Pflegeversicherung vor 20 Jahren hat sich am Stellenschlüssel des Pflegepersonals kaum etwas geändert. In Niedersachsen liegt der Stellenschlüssel im unteren Bereich aller 16 Bundesländer", schreiben die Pflege-Experten. Dagegen hätte sich aber in dieser Zeit die Arbeitsbelastung für Pflegekräfte so dramatisch gesteigert, dass eine menschenwürdige Pflege faktisch nicht mehr gewährleistet werden könne. Im neuen Pflegestärkungsgesetz würden die Rahmenbedingungen für stationäre Einrichtungen weiter verschärft,
was eine weitere Verdichtung der Belastung für Pflegekräfte bedeute, da eine Anpassung der Personalschlüssel nicht zu erwarten sei, so die Kritik.

Die Unterzeichner fordern von Gröhe:
"1. Lösen Sie die Pflegeselbstverwaltung in der jetzigen Form auf, um die Angelegenheiten gesetzgeberisch neu zu regeln!
2. Sorgen Sie dafür, dass mehr Menschen wieder gerne und langfristig im Pflegebereich arbeiten wollen und können und ausreichend Zeit für ihre wertvolle Arbeit haben!
3. Leiten Sie unverzüglich die notwendigen Maßnahmen zur deutlichen Verbesserung der Versorgungssituation pflegebedürftige"

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