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Nordrhein-Westfalen

Ministerium will Besuchsverbote für Heime unbedingt vermeiden

21.10.2020
In Nordrhein-Westfalen sollen Bewohner von Pflegeeinrichtungen weiterhin Besuch von ihren Angehörigen erhalten können.

Foto: Adobe Stock/ verbaska

In Nordrhein-Westfalen sollen Bewohner von Pflegeeinrichtungen weiterhin Besuch von ihren Angehörigen erhalten können.

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Trotz steigender Infektionszahlen auch in Senioren- und Pflegeheimen in Nordrhein-Westfalen will das Gesundheitsministerium die Besuchsregeln nicht verschärfen.

"Im Gegenteil: Ziel ist es, Besuchsverbote unbedingt zu vermeiden", teilte das Ministerium auf Anfrage in Düsseldorf mit. Zugleich gehe es um den bestmöglichen Schutz von Bewohnern, Patienten und Beschäftigten. Dabei spielten Schnelltests eine wesentliche Rolle. "Es ist beabsichtigt, Schnelltests insbesondere in Pflegeheimen und Krankenhäusern einzusetzen", sagte eine Sprecherin.

Die Landesregierung hatte kürzlich für Kommunen ab einem Wert von 35 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche vorgegeben, dass dort in allen Altenheimen Bewohner und Personal getestet werden sollen. Das dürfte in der Praxis eine enorme Zahl von Einrichtungen betreffen. Denn inzwischen sind Städte oder Kreise mit einem Wert unter 35 in NRW deutlich in der Unterzahl. Sehr viele haben laut Robert Koch-Institut schon die nächste Schwelle von 50 klar übersprungen, einige die 100er-Marke. Aus dem Ministerium hieß es, man habe "keine Anhaltspunkte dafür, dass die angeordneten Vorkehrungen zum Schutz der Bewohnerinnen und Bewohner der Alten- und Pflegeeinrichtungen nicht umgesetzt werden". Auch in den Heimen sei es seit etwa Mitte September zu einem Anstieg gekommen, der aber nicht so stark ausgefallen sei wie die allgemeine Entwicklung. Beim Auftreten einer Infektion dürften Besuche nur in abgetrennten Bereichen der Einrichtung stattfinden.

Das Coronavirus breitet sich auch in Hessen weiter aus. Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) schließt deshalb eine erneute Verschärfung der Corona-Beschränkungen für Besuche in Alten- und Pflegeheimen nicht aus. Sollte es zu einem weiteren Anstieg der Infektionszahlen kommen, sei dieser Schritt denkbar, sagte der Regierungschef am 19. Oktober in Wiesbaden. Geplant seien dazu in der kommenden Woche am Mittwoch auch Gespräche mit den kommunalen Spitzenverbänden. Es gebe aber eine Grenze bei den Beschränkungen: "Und diese Grenze ist die Würde des Menschen", betonte der Ministerpräsident. Deshalb sei das eine extrem schwierige Abwägung zwischen der Infektionsbekämpfung und einem möglicherweise wochenlangen Kontaktverbot für ältere Menschen. Steffen Krollmann, Vorstandsvorsitzender der Frankfurter Arbeiterwohlfahrt (Awo), sieht die Einrichtungen angesichts der Entwicklungen vor weiteren Herausforderungen. "Mir graut schon vor Weihnachten", sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

Im Kreis Berchtesgadener Land (Bayern) aber greifen vom 20. Oktober an zunächst bis zum 2. November die mit Abstand schärfsten Anti-Corona-Maßnahmen. Die eigene Wohnung darf ab 14 Uhr nur noch aus triftigen Gründen verlassen werden. Schulen, Kitas, Freizeiteinrichtungen und Restaurants müssen schließen, Veranstaltungen werden untersagt. In Kliniken, Alten- und Pflegeheime gelten strikte Besuchsverbote.

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