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Mehrheit der Generation 50 plus unzufrieden

19.06.2008

Die Generation 50 plus ist mit der deutschen Altenpflege deutlich unzufrieden. Am kritischsten sehen die Befragten insbesondere die Qualität und Professionalität von Pflege. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von TNS Emnid im Auftrag der Marseille-Kliniken AG. TNS Emnid befragte im Auftrag der Marseille-Kliniken AG im Januar 2007 telefonisch rund 2 000 Deutsche, davon die Hälfte über 50 Jahre, die entweder selbst pflegebedürftig sind oder Pflegebedürftige im persönlichen Umfeld haben. Die Ergebnisse der als repräsentativ bezeichneten Erhebung "Die Pflegesituation in Deutschland" wurden jetzt in Berlin vorgestellt. Demnach ist jede fünfte Person selbst oder als Angehöriger im weiteren Sinne von Pflegebedürftigkeit betroffen. Der größte Anteil (71 Prozent) der in die Studie einbezogenen Pflegebedürftigen wurden zum Erhebungszeitpunkt zu Hause betreut. Die restlichen 29 Prozent werden in der stationären Langzeitpflege, Kurzeitpflege, im Betreuten Wohnen oder im Krankenhaus versorgt. Die Erhebungsergebnisse lassen den Schluss zu, dass Pflegeanbieter, die über Pflege im Allgemeinen und ihr positiv dargestelltes Angebot insbesondere aktiv informieren, bekannter seien und somit vermutlich mehr nachgefragt würden. Darüber hinaus rufen ungünstige häusliche Pflegesituationen geradezu nach Alternativangeboten. Die Befragten über 50 Jahre nannten die Aspekte ganzheitliche Betreuung, gut ausgebildetes Personal, Qualität der Pflege und gute medizinische und therapeutische Versorgung bei der Auswahl einer Pflegeeinrichtung als besonders wichtig (jeweils zwischen 94 und 92 Prozent Zustimmung). Mit 88 bzw. 85 Prozent Zustimmung folgen ein guter Ruf der Einrichtung/Empfehlung bzw. die Ortsnähe. 79 bis 76 Prozent finden eine ansprechende bauliche Gestaltung innen und außen, zusätzliche Angebote rund um die Einrichtung/Infrastruktur sowie ein professionelles Qualitätsmanagement als besonders wichtig. Zugleich nimmt nur etwa die Hälfte der Befragten aller Altersgruppen den Ist-Zustand bei diesen Kriterien als befriedigend wahr. Im Norden geringste Zufriedenheit mit Pflegeangeboten Betrachtet man das Antwortverhalten in der Altersgruppe ab 70 Jahre, so zeigen sich die Befragten zwar in allen Bereichen mehrheitlich zufrieden. "Aber auch hier ist die ganzheitliche Betreuung (52 Prozent), das Qualitätsmanagement (53 Prozent) und die Pflegequalität (55 Prozent) am schlechtesten bewertet", so die Studie. Auffallend sei, dass sich Personen mit einem hohen Haushaltsnettoeinkommen mit den einzelnen Aspekten der Pflege überproportional unzufrieden äußerten. Nach Regionen betrachtet ergibt sich ein eindeutiges Gefälle zu Ungunsten der Bundesländer Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Demgegenüber zeigt sich die Generation ab 50 Jahre im Süden, aber auch im Osten der Republik vergleichsweise zufrieden. Die Privaten gelten als eher wirtschaftlich arbeitend Insgesamt ist die Trägerschaft für 59 Prozent der Befragten ein maßgebliches Kriterium bei der Wahl einer Pflegeeinrichtung. Die Hälfte aller Antwortenden meint, private Pflegeeinrichtungen arbeiteten "eher" wirtschaftlich, 42 Prozent meinen, sie orientierten sich eher an den individuellen Bedürfnissen des Patienten. 30 bzw. 37 Prozent sehen hier öffentliche, kirchliche oder soziale Pflegeeinrichtungen vorn. Dafür wird Pflegeeinrichtungen in öffentlicher, kirchlicher oder sozialer Trägerschaft eher eine gute "menschliche", "pflegerische" und "technische Betreuung" zugeschrieben. Gesplittet nach Altersgruppen fällt auf, dass die Generation 70 plus in allen Belangen außer der wirtschaftlichen Kompetenz die öffentlichen, kirchlichen oder sozialen Pflegeeinrichtungen besser bewertet als die jüngeren Befragten. Quelle: Altenheim 5/2007

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