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Fachtagung zum Werdenfelser Weg

Medikamente werden oft nicht als Fixierung angesehen

27.07.2016
Eine Fixierung ist nicht nur körperlich, durch Bettgitter oder Gurte, möglich, sondern auch durch Medikamente, sie zum Beispiel sedierend wirken.  Foto: Werner Krüper

Eine Fixierung ist nicht nur körperlich, durch Bettgitter oder Gurte, möglich, sondern auch durch Medikamente, sie zum Beispiel sedierend wirken.  Foto: Werner Krüper

Eine Fachtagung beschäftigte sich am 22. Juli mit der medikamentösen Fixierung in der Pflege. Hier habe sich ein Graubereich gebildet, in dem oft gar nicht geprüft wird, ob eine richterliche Erlaubnis für die Maßnahmen vorliegt.

Genau wie bei der körperlichen Fixierung durch Bettgitter oder Gurte müssen auch bei der medikamentöser Fixierung, die dazu dient, gefährdete oder gefährdende Bewohner zu beruhigen, ein  Richter zuvor die Erlaubnis erteilt haben. In vielen Fällen würde jedoch nach einer solchen Erlaubnis gar nicht gesucht, bevor die Fixierung angewandt wird, lautete eine der Kernaussagen des 4. Fachtages Werdenfelser Weg in München, zu der die beiden Begründer des Werdenfelser Weges, Dr. Sebastian Kirsch und Josef Wassermann, geladen hatten.

Jeder dritte Pflegebedürftige erhalten ungeeignete Medikamente, ohne dass darüber innerhalb des Faches oder darüber hinaus eine Diskussion entstünde, sagte Josef Wassermann. Eine Studie habe gezeigt, dass viele Pflegekräfte bei einer medikamentösen Fixierung andere Maßstäbe ansetzen als bei einer körperlichen. In der Befragung habe sich auch eine hohe Handlungsunsicherheit der Pflegenden gezeigt, sagte Studienleiterin Prof. Dr. Constanze Giese und appellierte, die Pflegeausbildung entsprechend anzupassen.

Auch Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml (CSU) äußerte sich zu dem Thema: "Zwar können Psychopharmaka für pflegebedürftige Menschen sehr hilfreich sein, wenn sie richtig und sinnvoll angewendet werden. Es gibt aber die Sorge, dass ruhiggestellte, apathische Bewohner das Bild vom Leben in Pflegeheimen prägen. Deshalb ist es mir ein Anliegen, dass über dieses Thema offen und sachlich diskutiert wird."

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