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Berufsanerkennung

Thüringen: Mehr Bewerber aus dem Ausland

07.04.2015
Die Zahl der Menschen, die aus einem anderen Land kommen und in einer thüringischen Pflegeeinrichtung arbeiten möchten, hat sich deutlich erhöht.

Die Zahl der Menschen, die aus einem anderen Land kommen und in einer thüringischen Pflegeeinrichtung arbeiten möchten, hat sich deutlich erhöht.

In Thüringen ist in diesem Jahr mit deutlich mehr Berufserlaubnissen für ausländische Pflegekräfte als in den Vorjahren zu rechnen, meldet die Deutsche Presseagentur (dpa).

Nach Angaben des Landesverwaltungsamtes warten derzeit 26 Bewerber aus sieben Ländern auf die offizielle Anerkennung ihrer im Heimatland erworbenen Qualifikation in einem Pflegeberuf. Sieben weitere erhielten diese schon. In den vergangenen beiden Jahren hatten insgesamt 25 Kranken- und Altenpfleger aus dem Ausland in Thüringen eine Berufserlaubnis bekommen, mit der sie deutschlandweit in Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen arbeiten können.
Während das Landesverwaltungsamt in den Jahren 2013 und 2014 vor allem die Qualifikation von Schwestern und Pflegern aus Osteuropa anerkannte, betreffen die Verfahren in diesem Jahr vor allem Chinesen. 14 Pflegekräfte aus China haben die Berufserlaubnis beantragt oder bereits erhalten. Unter anderem die Arbeiterwohlfahrt hatte chinesisches Personal für ihre Pflegeheime in Thüringen angeworben.
Grundsätzlich sagt die Zahl der erteilten Berufserlaubnisse laut Landesverwaltungsamt allerdings nichts darüber aus, ob die ausländischen Pflegekräfte auch tatsächlich in Thüringen arbeiten. Da die Erlaubnis bundesweit gelte, könnten sie auch in andere Bundesländer weiterziehen, sagte ein Sprecher.
In der Altenpflege wird der Ruf von Heimbetreibern nach ausländischen Fachkräften lauter, weil einheimisches Fachpersonal in Thüringen schwer zu bekommen ist. Fachleute beklagen die Abwanderung im Freistaat ausgebildeter junger Pflegekräfte, weil diese in westlichen Bundesländern mehr verdienen. In Thüringen werden Prognosen zufolge bis zum Jahr 2030 fast 8000 zusätzliche Fachkräfte in der Altenpflege benötigt. Derzeit lebt ein Viertel der 87 000 Pflegebedürftigen in Heimen. (dpa)

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