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Bestes Ernährungskonzept überzeugt

Kardinal-Jaeger-Haus gewinnt den AltenpflegePreis 2019

07.11.2019
Der AltenpflegePreis 2019 geht an das Kardinal-Jaeger-Haus in Oschersleben. Altenpflege-Chefredakteurin Monika Gaier (2. von links) überreichte die Urkunde und den Scheck vor Ort. Darüber freuten sich (von rechts) Gregor Haase (Küchenleiter), Nancy Teltz (Referentin Personal GST), Katja Dammering (Pflegefachkraft), Andreas K. J. Kretschmer (Einrichtungsleiter), Doris Wilke (Betreuungskraft) und Gabriele Rusack (Ernährungsbeauftragte, ganz links). Foto: Toni Hoffmann

Der AltenpflegePreis 2019 geht an das Kardinal-Jaeger-Haus in Oschersleben. Altenpflege-Chefredakteurin Monika Gaier (2. von links) überreichte die Urkunde und den Scheck vor Ort. Darüber freuten sich (von rechts) Gregor Haase (Küchenleiter), Nancy Teltz (Referentin Personal GST), Katja Dammering (Pflegefachkraft), Andreas K. J. Kretschmer (Einrichtungsleiter), Doris Wilke (Betreuungskraft) und Gabriele Rusack (Ernährungsbeauftragte, ganz links). Foto: Toni Hoffmann

Das Kardinal-Jaeger-Haus in Oschersleben (Sachsen-Anhalt) hat den Wettbewerb um den AltenpflegePreis 2019 gewonnen. Die Caritas-Einrichtung erhält die Auszeichnung, die mit 3.000 Euro dotiert ist und alljährlich von der Zeitschrift Altenpflege in Hannover verliehen wird, für ihr aufwändiges Ernährungskonzept.

Mangelnde Versorgung, schlechte Qualität, unappetitliche Zubereitung: Ernährung in der Altenpflege ist ein brisantes Dauerthema. Dass es auch anders geht, zeigt das Kardinal-Jaeger-Haus in Oschersleben in vorbildlicher Art und Weise. Hier stimmen sich Pflege- und Betreuungskräfte, Ernährungsberater und Diätassistenten, Ärzte und Hauswirtschaftskräfte eng und sorgfältig ab – und bescheren sogar Bewohnern, die nicht mehr gut schlucken können, echte Geschmacksfreuden.

Die Einrichtung in Sachsen-Anhalt hat in Sachen Ernährung ein abgestuftes Unterstützungssystem für die 114 Bewohner erarbeitet. Das reicht von der mundgerechten Darreichung über püriertes Essen und einen Kochwagen am Bett bis hin zu Schaumkost für Bewohner, die im Koma liegen oder nicht mehr schlucken können. Auch sie müssen nicht auf Gaumenfreuden verzichten. Denn ob Kaffee oder Leberwurststulle: Je nach Vorliebe produzieren die Mitarbeiter aus den Lebensmitteln einen feinporigen Schaum, der mithilfe eines Löffels in den Mund gebracht wird. Der Schaum setzt sofort intensiven Geschmack frei und löst sich schnell auf, sodass sich die Bewohner nicht verschlucken.

Pflegedienstleiterin Libuše Petsch erinnert sich an einen schwerkranken Bewohner, der gerne Whisky mochte: "Er war nicht mehr in der Lage, zu trinken, konnte aber mit Kopf- und Augenbewegungen kommunizieren. Zu seinem Geburtstag wünschte er sich, endlich mal wieder einen Whisky probieren zu können. Also haben wir seinen Lieblingswhisky besorgt und für ihn aufgeschäumt, damit er ihn trotz seiner schweren Schluckstörung genießen konnte. Er hat sich sehr gefreut – und das war schön zu sehen."

Der Ideenreichtum, die Kompetenz und die Empathie, mit der das Team im Kardinal-Jaeger-Haus den "Expertenstandard Ernährungsmanagement zur Sicherung und Förderung der oralen Ernährung in der Pflege" des Deutschen Netzwerks für Qualitätsentwicklung in der Pflege ( DNQP) umsetzt, haben die Wettbewerbs-Jury überzeugt. "Jeder Bewohner erhält das Angebot und die Unterstützung, die er wünscht und braucht", so Monika Gaier, Chefredakteurin der Zeitschrift Altenpflege, am 5. November bei der feierlichen Preisübergabe in Oschersleben, "das ist wirklich vorbildlich und absolut nachahmenswert!"

Der AltenpflegePreis wird seit 1990 alljährlich von der Redaktion der Zeitschrift Altenpflege (Medienhaus Vincentz Network, Hannover) zu einem jeweils wechselnden Thema ausgeschrieben. In diesem Jahr stand der Wettbewerb unter dem Motto "Hauptsache, es schmeckt!"

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