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PpSG ohne Folgen

Kritik: Stellen in Pflegeheimen werden nicht besetzt

12.07.2019

 Im Kampf gegen die Personalnot in der Pflege liegt inzwischen Geld für einige Tausend zusätzliche Stellen bereit . Doch Patientenschützer monieren, dass die Pläne der Koalition nicht recht in Gang kommen.

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hat eine schleppende Umsetzung des Programms für mehr Stellen in der Altenpflege kritisiert. "Zusätzliches Geld schafft bisher keine zusätzlichen Pflegekräfte", sagte Vorstand Eugen Brysch der Deutschen Presse-Agentur. Er verwies auf eigene Informationen, wonach weniger als eine Million Euro ausgezahlt worden seien. Das sei desaströs. Das Programm habe damit bisher weniger als 100 Stellen extra gebracht.

Brysch sagte, das Kernproblem werde offenkundig. "Schon jetzt gibt es nicht genug ausgebildete Pflegefachkräfte." Viele Heime seien nicht einmal in der Lage, die Mindestquote von 50 Prozent Fachkräften zu erfüllen - dies sei aber Voraussetzung, um zusätzliches Personal beantragen zu können. "An dieser Quote darf nicht gerüttelt werden. Denn nur so ist ein Mindestmaß an Qualität möglich", forderte Brysch.

Auch das ARD-Magazin "Fakt" hatte kürzlich über eine schleppende Umsetzung des Programms berichtet. Demnach seien bisher 2300 Stellen beantragt, die Anträge würden von den Kassen aber noch geprüft.

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