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Corona-Krise

Kassen wollen Pflegebranche finanziell unterstützen

19.03.2020
Für die Pflegekräfte in Heimen und bei ambulanten Diensten sind Handschuhe, Atemmasken und auch zusätzliche Desinfektion enorm wichtig. Das wollen die Kassen unbürokratisch finanzieren. Foto: Adobe Stock/Kunstzeug

Für die Pflegekräfte in Heimen und bei ambulanten Diensten sind Handschuhe, Atemmasken und auch zusätzliche Desinfektion enorm wichtig. Das wollen die Kassen unbürokratisch finanzieren. Foto: Adobe Stock/Kunstzeug

Die gesetzlichen Krankenkassen wollen den knapp 27.000 Pflegeheimen und Pflegediensten in Deutschland sämtliche Kosten erstatten, die durch die Corona-Krise entstehen. Auch würden Pflegekräfte von Tagespflegen weiter finanziert, auch wenn die Einrichtungen geschlossen werden. Sie könnten dann in Heimen aushelfen.

"Die Finanzierung auch des zusätzlich Notwendigen wird von der Pflegeversicherung unbürokratisch sichergestellt", sagte Gernot Kiefer, Vizevorsitzender des Spitzenverbands der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV), den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstag). "Die Pflegeversicherung verfügt über ausreichend Rücklagen, um die Corona-bedingten Mehrkosten auszugleichen."

Für die Pflegekräfte in Heimen und bei ambulanten Diensten seien Handschuhe, Atemmasken und auch zusätzliche Desinfektion enorm wichtig, sagte Kiefer. "Wir stehen dafür gerade, dass auch das finanziert wird." Der Vize-Chef des GKV-Spitzenverbands kündigte zudem Maßnahmen zur Entlastung der Pflegebranche an. Bei Pflegegeldempfängern sollten vorerst keine kontrollierenden Hausbesuche mehr stattfinden.
 
Zudem würden Pflegekräfte in den Tageseinrichtungen weiter finanziert, auch wenn die Einrichtungen geschlossen werden, sagte Kiefer. Die so freigewordenen Pflegekräfte sollten beispielsweise die Pflege von Heimbewohnern unterstützen. Nach Angaben des Verbands versorgen in Deutschland 11.700 Pflegeheime und mehr als 15.000 ambulante Pflegedienste rund vier Millionen Pflegebedürftige.

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