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Zahlen des Statistischen Bundesamtes

Jeder dritte Heimbewohner bezieht Sozialhilfe

04.08.2020
Der Linken-Fraktionsvorsitzende Dietmar Bartsch sagte dem "RedaktionsNetzwerk Deutschland": "Die steigenden Pflegekosten werden für immer mehr Bürger zur Armutsfalle." Foto: DBT/Inga Haar

Der Linken-Fraktionsvorsitzende Dietmar Bartsch sagte dem "RedaktionsNetzwerk Deutschland": "Die steigenden Pflegekosten werden für immer mehr Bürger zur Armutsfalle." Foto: DBT/Inga Haar

Jeder dritte Bewohner eines Pflegeheims ist auf Sozialhilfe angewiesen. Das geht aus am 4. August bekanntgewordenen Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor, die die Linksfraktion im Bundestag erfragt hat. Der Linken-Fraktionsvorsitzende Dietmar Bartsch forderte eine umfassende Pflegereform.

Bundesweit 36 Prozent aller pflegebedürftigen Heimbewohner benötigen Sozialhilfe, weil sie nicht aus eigener Kraft Unterbringung und Versorgung bezahlen können. Die Zahlen liegen dem Evangelischen Pressedienst (epd) vor, zuerst hatte darüber das "RedaktionsNetzwerk Deutschland" (RND) berichtet. Bundesweit werden demnach 876.867 Plätze für Pflegebedürftige in Pflegeheimen angeboten. 318.580 Heimbewohner sind auf Sozialhilfe vom Staat angewiesen, damit sie ihren Eigenanteil an das Heim entrichten können.

Die finanzielle Belastung Pflegebedürftiger ist in Deutschland zuletzt stark gestiegen. Im Vergleich zu Anfang 2018 mussten Bewohner von Pflegeheimen im Juli 2020 in allen Bundesländern teilweise deutlich höhere Eigenanteile für ihre Unterbringung und Versorgung zahlen. Aktuelle Zahlen des Verbandes der Ersatzkassen zeigen, dass die Eigenanteile innerhalb von zweieinhalb Jahren im bundesweiten Durchschnitt um 13,7 Prozent gestiegen sind.

Der Linken-Fraktionsvorsitzende Bartsch sagte dem "RedaktionsNetzwerk Deutschland": "Die steigenden Pflegekosten werden für immer mehr Bürger zur Armutsfalle." Die Bundesregierung müsse endlich handeln. Er forderte deshalb Reformen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Zunächst müssten die Eigenanteile in den Pflegeheimen kurzfristig gesenkt werden. "Mittelfristig brauchen wir eine Pflegevollversicherung, in die alle einzahlen", forderte der Linkenpolitiker. Auch der Sozialverband VdK forderte am Dienstag eine Pflegeversicherung, die die Pflegekosten vollständig übernimmt - und nicht nur einen Zuschuss. Damit die Pflegekassen die dadurch deutlich steigenden Ausgaben auch tatsächlich tragen können, schlägt der VdK vor, die Trennung zwischen gesetzlicher und privater Pflegeversicherung abzuschaffen.

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