Bitte warten Sie.'

Die Seite wird geladen.'


Sie sind hier:

Home Infopool Nachrichten In Nordrhein-Westfalen fehlen Heimplätze

Private Anbieter warnen

In Nordrhein-Westfalen fehlen Heimplätze

16.10.2019
Laut einer bpa-Umfrage erhalten Angehörige von Pflegebedürftigen häufig eine Absage, wenn Sie nach einem Heimplatz suchen. Foto: Adobe Stock/ Jeremias Münch

Laut einer bpa-Umfrage erhalten Angehörige von Pflegebedürftigen häufig eine Absage, wenn Sie nach einem Heimplatz suchen. Foto: Adobe Stock/ Jeremias Münch

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) warnt nach einer aktuellen Umfrage unter seinen stationären Mitgliedseinrichtungen vor einer massiven Versorgungslücke in der Altenpflege.

Demnach mussten die teilnehmenden Pflegeeinrichtungen in Nordrhein-Westfalen 85 Prozent aller Anfragen von Pflegebedürftigen ablehnen. "Die Einrichtungen sind belegt, den Aufbau weiterer Kapazitäten hat die Landesregierung in den letzten Jahren aktiv verhindert", stellt der nordrhein-westfälische Landesvorsitzende des bpa Christof Beckmann klar. Innerhalb einer Woche hatten die an einer landesweiten Umfrage beteiligten Einrichtungen 1.046 Anfragen erhalten und konnten aus Mangel an freien Plätzen 881 davon nicht bedienen. Jede fünfte stationäre Pflegeeinrichtung in NRW hatte sich an der Abfrage beteiligt.

"Vorsichtig hochgerechnet erhält NRW-weit innerhalb von nur einer Woche somit mehr als 4.000-mal ein Pflegebedürftiger oder eine Familie bei der Suche nach einem Pflegeheimplatz eine Absage. Das ist eine besorgniserregende Entwicklung", so Beckmann. "Jede abgelehnte Anfrage bedeutet, dass ein Pflegebedürftiger und seine Familie lange nach der gewünschten oder notwendigen Versorgung suchen müssen und dabei die Wahlfreiheit auf der Strecke bleibt."

In den vergangenen Jahren habe die NRW-Landesregierung den Neubau von stationären Pflegeeinrichtungen massiv behindert. "Wenn allein in Köln in den nächsten Jahren 50 neue Heime benötigt werden, lässt sich landesweit ein gigantischer Bedarf erahnen", warnt Beckmann mit Blick auf aktuelle Zahlen aus der Domstadt. "Unsere Umfrage zeigt, dass die Versorgungslücke in der stationären Pflege landesweit schmerzlich spürbar ist. Minister Laumann muss klar sagen, wie er die von den Bürgerinnen und Bürgern benötigten Versorgungskapazitäten sicherstellen will." Die Entwicklung drohe sich sogar noch deutlich zuzuspitzen: "Weitere 1.000 bestehende Pflegeheime im Land müssen um ihre Existenz bangen, weil eine drastische Kürzung ihrer Investitionskostenrefinanzierung ab dem Jahr 2021 bevorsteht", so Beckmann.

Facebook
Kommentare (0)
Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben

Sie sind nicht eingeloggt

registrieren