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Stellen in der Altenpflege durchschnittlich 183 Tage unbesetzt

Diskussion um Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel

15.05.2019
Eine Fachkraftstelle zu besetzen, kann Leitungskräfte zum Verzweifeln bringen - dauert es doch im Schnitt 183 Tage. Foto: Adobe Stock/ Gina Sanders

Eine Fachkraftstelle zu besetzen, kann Leitungskräfte zum Verzweifeln bringen - dauert es doch im Schnitt 183 Tage. Foto: Adobe Stock/ Gina Sanders

Der Präsident des Arbeitgeberverbandes des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste, Rainer Brüderle, mahnt, den Fachkräftemangel in der Altenpflege endlich ernst zu nehmen.

Laut neuer Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA) dauerte es im Jahr 2018 183 Tage bis eine Fachkraftstelle in der Altenpflege wieder besetzt wurde. Pflegeheime und Pflegedienste mussten sich also im Durchschnitt 70 Tage länger um eine Fachkraft bemühen als alle anderen Branchen. Denn die Vakanzzeit über alle Fachkraftberufe lag bei 113 Tagen.

"Die Zahlen der BA machen die dramatische Lage in der Altenpflege deutlich. Es wird Zeit, dass die Politik diese Zahlen ernst nimmt und sich auf die Gewinnung von Fachkräften konzentriert. Mit einem Einheitslohn werden wir keine einzige Fachkraft mehr für die Altenpflege gewinnen. Die Löhne bei Pflegeheimen und Pflegediensten steigen schon jetzt doppelt so stark wie im Durschnitt über alle anderen Branchen und trotzdem fehlen von Flensburg bis Konstanz überall Pflegefachkräfte. Nur der Mix aus noch mehr Ausbildung, noch mehr Umschulung, gezielter Fachkräfteeinwanderung sowie der Abbau von Überregulierungen wird der Altenpflege helfen auch zukünftig pflegebedürftige Menschen professionell, qualifiziert und flächendeckend versorgen zu können", erklärte Brüderle.

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) Nordwest wirft dem bpa unterdessen vor, die Pflegequalität aufs Spiel zu setzen. Um die Attraktivität des Berufes zu steigern, seien laut des Vorsitzenden Martin Dichter folgende Maßnahmen unabdingbar: "Tarifverträge, die zu gesunden Arbeitsbedingungen und einer leistungs- sowie verantwortungsgerechten Vergütung führen, verlässliche Dienstpläne, eine konsequente Umsetzung der neuen generalistischen Pflegeausbildung und eine stärkere Autonomie der beruflich Pflegenden durch Pflegeberufekammern in jedem Bundesland." Genau diese wichtigen Maßnahmen würden jedoch vom bpa maßgeblich und bewusst verwässert oder ganz verhindert. Das Motto des bpa scheine "Hauptsache billig und weiter so" zu sein, so der Vorwurf des DBfK.

Die Analyse der BA finden Sie  hier unter Studien & Umfragen.

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