Bitte warten Sie.'

Die Seite wird geladen.'


Sie sind hier:

Home Infopool Nachrichten Diakonie-Präsident Lilie fordert Pflege-Vo...

Armutsrisiko Pflegebedürftigkeit

Diakonie-Präsident Lilie fordert Pflege-Vollversicherung

24.06.2019
Pflegebedürftigkeit wird zunehmend zum Armutsrisiko, sagt Diakonie-Präsident Ulrich Lilie. Foto: Adobe Stock/ Ramona Heim

Pflegebedürftigkeit wird zunehmend zum Armutsrisiko, sagt Diakonie-Präsident Ulrich Lilie. Foto: Adobe Stock/ Ramona Heim

Der Präsident der Diakonie Deutschland, Ulrich Lilie, hat eine Pflege-Vollversicherung gefordert. "Es kann nicht sein, dass Pflegebedürftigkeit zum Armutsrisiko für viele wird", sagte er am 21. Juni auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dortmund.

Derzeit könnten viele Pflegeheimbewohner ihren Eigenanteil an der stationären Pflege nicht mehr aufbringen. "Das führt zu einer völlig verrückten öffentlichen Finanzierung der Pflege", erklärte Lilie.
Wenn Pflegebedürftige ihren Eigenanteil an den Heimkosten nicht selbst finanzieren können, müssen in der Regel die Sozialämter der Kommunen für die Differenz aufkommen. Derzeit ist nach Angaben der Diakonie jeder dritte Heimbewohner auf die "Hilfe zur Pflege" angewiesen. "Wir brauchen ein neues Finanzierungssystem", sagte Lilie. Um eine Vollfinanzierung der Pflege zu gewährleisten, würden als zusätzliche Finanzierungsquellen Mittel aus Steuern und Krankenversicherung benötigt.
Wohlfahrtsverbände warnen seit Monaten, dass immer mehr Pflegeheim-Bewohner den Eigenanteil an den Pflegekosten nicht mehr bezahlen können. Grund ist der starke Anstieg der Heimkosten seit Ende vergangenen Jahres. Als ein Grund gelten die höheren Tarifabschlüsse für das Pflegepersonal. Pflegebedürftige zahlten nach Angaben des Verbands der Ersatzkassen im Bundesdurchschnitt 1.830 Euro monatlich für ihre Unterbringung im Heim und damit rund 130 Euro mehr als ein Jahr zuvor.
Der Anteil an den Kosten, für den die rund 818.000 Heimbewohner in Deutschland selbst aufkommen müssen, setzt sich aus den Preisen für die Unterkunft, die Verpflegung und Investitionen zusammen. Hinzu kommt der Eigenanteil zu den Pflegekosten, die nicht komplett durch den Zuschuss der Pflegekasse gedeckt werden.

Die Kosten für die Bewohner könnten in Zukunft noch weiter steigen, wenn ein allgemeinverbindlicher Tarifvertrag abgeschlossen wird.

Facebook
Kommentare (1)
Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben

Sie sind nicht eingeloggt

registrieren