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Demenz

Versorgung: Neue Bedarfe erfordern neue Konzepte

31.07.2018

Es gibt immer mehr Bewohner in Pflegeheimen, die gerontopsychiatrisch verändert sind. Eine aktuelle Studie zu Verhaltensauffälligkeiten in der stationären Langzeitpflege unterstreicht den Handlungsbedarf und dass es mit dem Einsatz von Betreuungskräften nicht getan ist. Braucht es einen Zuschlag auf Bundesebene?

Schon seit vielen Jahren steigt die Zahl der Heimbewohner mit psychischen Problemlagen und Verhaltensweisen, die einen Hilfebedarf auslösen. Verantwortlich dafür ist nicht nur die demografische Entwicklung, sondern auch der Umstand, dass alte Menschen mit psychischen oder neurologischen Erkrankungen länger in der häuslichen Umgebung versorgt werden als in früheren Zeiten. Der Einzug in eine stationäre Einrichtung verschiebt sich damit immer mehr in späte Krankheitsstadien. Das wiederum führt zu immer höheren fachlichen Anforderungen, aber auch zu mehr Alltagsproblemen in stationäre Pflegeeinrichtungen, so Dr. Klaus Wingenfeld, Wissenschaftlicher Geschäftsführer des Instituts für Pflegewissenschaft an der Universität Bielefeld. Ein gemeinsames Projekt des Bielefelder Instituts für Pflegewissenschaft (IPW) und des Deutschen Verbands der Leitungskräfte für die Alten- und Behindertenhilfe e. V. (DVLAB e.V.) gibt Aufschluss über die aktuelle Situation. Anlass zur Durchführung der Studie in 38 Heimen mit insgesamt 2547 Bewohnern waren Fragen und Befürchtungen mancher Einrichtungen, die mit dem Übergang zum neuen Begriff der Pflegebedürftigkeit und dem neuen System der Pflegegrade verbunden waren. Zum einen bestand die Sorge, mobile gerontopsychiatrisch erkrankte Heimbewohner könnten die hohen Pflegegrade eventuell nicht erreichen, weil ausgeprägte Verhaltensauffälligkeiten im neuen Begutachtungsverfahren nicht stark genug gewichtet seien. Zum anderen gab und gibt die Reform Impulse für die Diskussion über die Rahmenbedingungen für die Versorgung dieser Bewohnergruppe. Das neue sozialrechtliche Verständnis von Pflegebedürftigkeit und Pflege im Rahmen des SGB XI weist den Beeinträchtigungen und Hilfen im Zusammenhang mit kognitiven Einbußen und Verhaltensauffälligkeiten einen besonderen Stellenwert zu. Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für die Personalbemessung? Gibt es vermehrt Anlass, über besondere Entgeltsysteme für besondere Bewohnergruppen nachzudenken? Die Studie hatte unter anderem zum Ziel, eine Informationsgrundlage für die Diskussion solcher Fragen bereitzustellen. Über die Ergebnisse lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Altenheim.

Zuschlag auf Bundesebene?
Was bedeuten die erhöhten Zahlen von gerontopsychiatrisch erkrankten Bewohnern mit Verhaltensauffälligkeiten in Bezug auf Personalbemessung, Qualifizierung und Versorgungskonzepte? Um die hohen Versorgungsbedarfe aufzufangen, bietet sich auf Bundesebene z.B. ein gerontopsychiatrischer Zuschlag für Heime mit einer Spezialisierung an, so Peter Dürrmann, Geschäftsführer des Seniorenzentrum Holle und Bundesvorsitzender des DVLAB, in seinem Beitrag. Bei Bewohnern mit besonderen Verhaltensauffälligkeiten gilt es außerdem, Leistungen für hochgradig aufwändige Interventionen auszuweisen und von bereits finanzierten Regelleistungen nach §43 SGB XI abzugrenzen. Wie diese Abgrenzunge aussehen sollte, beschreibt Martin Hamborg, Diplompsychologe und Psychologischer Psychotherapeut der AWO-Servicehäuser, Kiel. Mehr dazu in der August-Ausgabe der Zeitschrift Altenheim.

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