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Streit um tarifliche Entlohnung

Bremer Pflegeinitiative droht das Aus

31.03.2016

Die Bremer Pflegeinitiative droht zu scheitern. Wohlfahrtsverbände und private Anbieter sind sich im Hinblick auf den Tariflohn uneinig.

Das Ziel der Initiative war, den Fachkräftemangel in der Pflege zu bekämpfen und den Pflegeberuf attraktiver zu machen. Vor diesem Hintergrund hatten sich Senatoren, Verbände, Arbeitsvermittler und Ausbilder zur Bremer Pflegeinitiative zusammengeschlossen. Wie der Bremer "Weser Kurier" nun meldet, könnte die Initiative kurz vor dem Aus stehen. Grund ist ein Streit um die Entlohnung der Pflegekräfte. Während sich die Wohlfahrtsverbände für einen Tarifvertrag stark machen, sprechen sich die privaten Anbieter für eine individuelle Entlohnung aus. So sagte der Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege, Arnold Knigge, eine leistungsgerechte Entlohnung nach Tarif sei auch in der Pflegebranche unabdingbar. Der Bundesverband der privaten Anbieter sozialer Dienste (bpa) im Land dagegen überlässt es seinen Mitgliedern, ihre Angestellten leistungsgerecht zu entlohnen.

Während für die Wohlfahrtsverbände ein Tarifvertrag die Attraktivität der Pflegeberufe erhöhen würde, weist der bpa darauf hin, dass die Einrichtungen schon deshalb daran interessiert sind, gute Löhne zu zahlen, weil sie sonst nicht genügend Personal bekommen.

Bislang größter Erfolg der Pflegeinitiative: Die Zahl der Ausbildungsplätze in der Altenpflege ist in den vergangenen drei Jahren von rund 70 auf 250 geförderte Schulplätze für die Erstausbildung gestiegen.
Die LAG wirft der bpa vor, mit ihrer Sturheit die Bremer Pflegeinitiative ins Wanken zu bringen. Beide Verbände haben jedoch ihr Interesse bekundet, die Initiative fortzuführen. Eine Einigung ist bisher jedoch noch nicht in Sicht.

Erst vor ein paar Monaten ist die Allgemeinverbindlichkeits-Erklärung der Azubi-Tarifverträge in Bremen gescheitert.

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