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Glücksspielstaatsvertrag

Bingo als illegales Glücksspiel im Seniorenzentrum?

16.01.2018
Bingo als illegales Glücksspiel? In einer Kölner Senioreneinrichtung soll das Spiel eventuell unter den Glückspielstaatsvertrag fallen (Symbolbild). Foto: AdobeStock/Rob

Bingo als illegales Glücksspiel? In einer Kölner Senioreneinrichtung soll das Spiel eventuell unter den Glückspielstaatsvertrag fallen (Symbolbild). Foto: AdobeStock/Rob

Ein Seniorenzentrum in Köln hat sein Bingo-Spiel vorübergehend eingestellt, weil es sich möglicherweise um verbotenes Glücksspiel handelte. Die Sozial-Betriebe-Köln (SBK) wurden nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr von einem Rechnungsprüfer auf den drohenden Konflikt mit dem Gesetz aufmerksam gemacht. Nun kam die Entwarnung.

"Er sagte: Wenn beim Bingo-Spiel Geld eingesetzt wird, fällt das unter Umständen unter den Glücksspielstaatsvertrag", berichtete Geschäftsführerin Gabriele Patzke am Montag. "Wir waren da selbst völlig fassungslos, dass wir als Senioreneinrichtung eventuell illegales Glücksspiel betreiben." Zuvor hatten der "Express" und der "Kölner Stadt-Anzeiger" darüber berichtet.

Nun kam die Entwarnung: Einer SBK-Anwältin zufolge hat sich nun geklärt, dass die Bingo-Events unter die "kleineren Lotterien" fallen. Dafür reiche ein vereinfachtes Genehmigungsverfahren aus. Eine Sprecherin der Stadt Köln sagte der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag, man werde "unbürokratisch und so schnell es geht gleich am Stück für drei Monate genehmigen." Dafür müssten die SBK dem Ordnungsamt aber die anstehende Termine für die Spielrunden in dem Seniorenzentrum mitteilen.

An dem wöchentlichen Spiel hatten nach Angaben des Seniorenzentrums zuletzt immer rund 100 Senioren in einem großen Saal teilgenommen. Wer mitmachen wollte, musste eine Karte für 0,50 bis 1 Euro lösen. Mit dem Geld wurden die Preise finanziert, etwa Schokolade. Das Problem: Nach Einschätzung der Juristen waren damit möglicherweise die Kriterien des Glücksspielstaatsvertrags erfüllt. Denn die Senioren setzten eigenes Geld und das Spiel war im Grunde öffentlich.

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