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Thüringen

Altenpflegeausbildung wird oft abgebrochen

07.01.2016
Pflege ist ein anspruchsvoller Beruf, die Theorie-Ausbildung stark medizinisch geprägt. Das führt in Thüringen zu vermehrten Ausbildungsabbrüchen. Foto: Krüper

Pflege ist ein anspruchsvoller Beruf, die Theorie-Ausbildung stark medizinisch geprägt. Das führt in Thüringen zu vermehrten Ausbildungsabbrüchen. Foto: Krüper

In Thüringen brechen nach Angaben des Sozialministeriums jährlich durchschnittlich 120 Jugendliche ihre Ausbildung in der Altenpflege ab - und damit deutlich mehr als noch in den Vorjahren. 2015 warfen rund 22 Prozent der Pflege-Azubis vor der Abschlussprüfung das Handtuch. 2010 hatte die Abbrecherquote noch bei sechs Prozent gelegen.

Nach Angaben der Thüringer Jugendberufshilfe kommen 90 Prozent der Abbrecher mit den hohen Anforderungen vor allem im theoretischen Ausbildungsteil nicht zurecht. Wegen des Rückgangs an Schulabgängern seien zunehmend leistungsschwächere Jugendliche in der Ausbildung, sagte Geschäftsführer Michael Backhaus.

Im Freistaat werden Prognosen zufolge bis 2030 annähernd 8000 neue Fachkräfte in der Branche benötigt. Deshalb gelte es, Ausbildungsabbrüche zu vermeiden, erklärte das Sozialministerium. Nach Angaben der Behörde ist die Zahl der jungen Menschen, die eine Pflege-Ausbildung begonnen haben, zwischen 2007 und 2012 zwar um rund 150 auf etwa 600 gestiegen. Zur Prüfung angemeldet wurden 2015 aber nur rund 470 Auszubildende.

Unternehmen gehen mittlerweile unkonventionelle Wege, um Azubis zu gewinnen. "Pflege ist ein ausgesprochen anspruchsvoller Beruf, die Theorie-Ausbildung stark medizinisch geprägt", sagte Backhaus. Auch die Belastung durch Schichtarbeit in der praktischen Ausbildung spiele eine Rolle. Zudem sei die höhere Ausbildungsvergütung in anderen Branchen ein Anreiz zum Abbruch und zum Wechsel. Die Jugendberufshilfe fördert mit finanzieller Hilfe des Landes leistungsschwächere Pflege-Azubis, um einem Abbruch der Ausbildung zu vorzubeugen.

Land, Sozialverbände und Pflegekassen hatten Ende 2012 einen Pflegepakt vereinbart, um Fachkräfte für die Altenpflege zu gewinnen. In Thüringen leben etwa 87 000 Pflegebedürftige.    (dpa)

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Weiterführende Links:

  • Tipps zur Fachkräftesicherung erhalten Sie auf dem Altenpflege Zukunftstag 2016 am 8. bis 10. März in Hannover. Dort wird auch über das Für und Wider der Generalistik debattiert.
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