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Wieder-Öffnung der Altenpflegeeinrichtungen

Altenpflege nicht allein lassen

18.06.2020
Altenpflegeeinrichtungen werden schrittweise wieder für Besucher geöffnet. Foto: Peter Atkins/AdobeStock

Altenpflegeeinrichtungen werden schrittweise wieder für Besucher geöffnet. Foto: Peter Atkins/AdobeStock

Der Niedersächsische Evangelische Verband für Altenhilfe und Pflege (NEVAP) begrüßt die schrittweise Wieder-Öffnung der Altenpflegeeinrichtungen, appelliert aber an Politik und Gesellschaft, die Altenpflege mit der Problematik nicht allein zu lassen.

"Die schrittweise Öffnung bedeutet mehr Freiheit für den Einzelnen, was wir sehr begrüßen", erklärt die stellvertretende NEVAP-Vorsitzende Sabine Weber. Mit dieser Freiheit sei aber auch eine deutlich höhere Verantwortung des einzelnen Bewohners beziehungsweise seiner Angehörigen und der Gesellschaft verbunden.

Die Altenpflege habe in den vergangenen Monaten häufig erlebt, dass sie einseitig die Risiken tragen solle, die mit Öffnungen verbunden seien. Der NEVAP wünsche sich zukünftig ein besser abgestimmtes Verfahren zwischen Politik, Gesundheitsbehörden und Einrichtungen vor Ort. "Unsere Einrichtungen müssen die Chance erhalten, individuelle Konzepte zu entwickeln, bevor landesweit Öffnungen verkündet werden", so die stellvertretende Vorsitzende, "die Versorgung und Betreuung alter Menschen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die nicht allein an die stationäre und ambulante Altenpflege "wegdelegiert" werden kann."

Christian Sundermann, Vorstandsvorsitzender des NEVAP, konkretisiert: "Angesichts des Drucks, den Einrichtungsleitungen und Träger verspüren, die Heime immer mehr zu öffnen, können sie die Verantwortung für den optimalen Schutz ihrer Bewohnerinnen und Bewohner nicht mehr allein übernehmen. Mit der weitergehenden Öffnung steigt für die Bewohner das Risiko, sich mit dem Coronavirus zu infizieren, daran schwer zu erkranken und daran zu sterben. Das muss allen Beteiligten und der Öffentlichkeit klar sein."

Pflegeforscher der Universität Bremen haben erstmals bundesweit die Situation in Pflegeeinrichtungen und -diensten während der Corona-Pandemie analysiert. Die Hälfte aller Covid-19-bedingten Todesfälle sei in Pflegeheimen gezählt worden, obwohl nur ein Prozent der Bevölkerung in einer solchen Wohnform lebe.

Info: Der Niedersächsische Evangelische Verband für Altenhilfe und Pflege (NEVAP) ist übergreifend für die landeskirchlichen Diakonischen Werke als Fachverband tätig und vertritt nach eigenen Angaben 180 Träger mit 300 ambulanten und stationären Altenhilfeeinrichtungen in Niedersachsen.

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