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Verfasst von: Claudia Heim, QM-Expertin www.claudiaheim.de

So machen Sie Ihr Team zu etwas Besonderem

03.03.2018

Umso weniger etwas klappt, desto mehr muss geregelt werden. Dies ist eine altbekannte Vorgehensweise im Rahmen des Qualitätsmanagements. Doch seien wir realistisch: Vielen MitarbeiterInnen, die mit einzelnen Prozessen nicht klar kommen, hilft auch keine noch so ausgeklügelte Verfahrensanweisung.

Die Herausforderung

 Eine zu umfangreiche Regelung wird nicht gelesen oder ist zu kompliziert. Und nicht jeder Mitarbeitende ist für komplexe Themen zu haben – auch nicht, wenn diese ambitioniert in Teamgesprächen und dergleichen erörtert werden. Viele Pflegekräfte wollen "einfach nur pflegen" und leisten in der direkten Pflege und Betreuung beim Pflegekunden beste Arbeit.

Daneben gibt es Mitarbeitende, die sich durch vertieftes Fachwissen, vernetztes Denken und Organisationstalent auszeichnen. Sie sind es, die "den Laden am Laufen halten"; die den Pflegeprozess in seiner Komplexität durchdrungen haben, die beispielsweise wissen, wie der kleine und große Evaluationskreislauf gedacht ist. Es sind Pflegekräfte, die sich schwierigen Situationen stellen und Verantwortungsbereitschaft zeigen. Und es überrascht nicht, dass sich genau diese Personen intensiver als andere beispielsweise um Pflegedokumentation, Risikomanagement und korrektes Medikamentenmanagement kümmern. Sie sind es zudem, die bereichsübergreifende Prozesse anstoßen, vorausgesetzt, ihr pflegerischer Alltag lässt dies zu. Denn selbstverständlich sind diese Pflegekräfte mit ihrer kompletten Stundenzahl in den Schichtbetrieb eingebunden. Und somit kommt es in übergreifenden Abläufen immer wieder zu teilweise gravierenden Fehlern, eben deshalb, weil niemand da ist, der sich durchgängig um die Vorgänge kümmert. Bezeichnend ist auch, dass sich im Rückblick oft nicht mehr nachvollziehen lässt, wie es zu einem Fehler kam. Nur soviel ist klar: Es hat mit Missverständnissen zu tun, mangelnder Kommunikation, fehlender Übersicht. Dies kann zu sinkender Motivation und Frustration führen. Bekannt ist, dass gemeinsame Verantwortung für eine Aufgabe oft zu schlechteren Arbeitsergebnissen führt. Letztendlich – und das ist der Hauptgrund, weshalb hier etwas geändert werden muss – stellen solche nicht funktionierende Prozesse eine Gefährdung der Pflegekunden dar.

Die Veränderung

Um Ergebnisse zu verbessern und Fehler zu vermeiden, hilft oft eine Umstrukturierung der Aufgaben und Zuständigkeiten. Klare Verantwortlichkeiten ermöglichen, dass sich eine Person um notwendige Angelegenheiten kümmert – von Anfang bis zum Schluss. Um gute Arbeitsergebnisse zu erzielen ist es Voraussetzung, dass Mitarbeitende auf Grundlage ihrer Stärken eingesetzt werden. Die vielen organisatorischen Anforderungen, die im Bereich der Pflege anfallen, erledigen am besten Pflegefachkräfte, die über das Fachwissen hinaus ein Talent für vernetztes Denken und Handeln haben. Da komplexe Tätigkeiten wie Arztvisiten und nachfolgende Prozesse (Medikamentenmanagement, Dokumentation, Überleitung etc.) in der Regel wochentags stattfinden, ist eine Änderung der Arbeitszeiten erforderlich. Es macht Sinn, wenn diese "Koordinatoren" schichtübergreifend von Montag bis Freitag arbeiten und nicht oder nur teilweise in der direkten Pflege tätig sind.

Der Gewinn

Wenn Mitarbeitende in Bereichen wirken, in denen sie ihre Talente einsetzen können, steigert dies ihre Motivation und die Qualität der Arbeit. Die richtige Person am richtigen Ort ist für alle ein Gewinn.

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Claudia Heim
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