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Verfasst von: Claudia Heim, Sozialmanagerin, QM-Expertin www.claudiaheim.de

Pflegedokumentation: Denselben Fehler nicht zweimal machen!

05.01.2017

Die Pflegedokumentation der letzten Jahre hat sich zu einem aufgeblähten Bollwerk entwickelt. In vorauseilendem Gehorsam wurden Formulare und Nachweise angelegt und geführt. Dieses Vorgehen hatte zwei Hauptgründe:

  1. Angst vor Haftungsfragen
  2. Ergebnisse aus Prüfberichten von MDK-Qualitätsprüfungen

Das Thema der Haftung kann für Einrichtungen nach wie vor unangenehm werden, denken wir beispielsweise an Regressforderungen von Krankenkassen in Bezug auf Sturzereignisse. Doch die umfangreichste Dokumentation kann solche Forderungen nicht verhindern! Gute fachliche Pflege- und Betreuungspraxis beinhaltet die gezielte Evaluation der Planungsmodule und ein Berichtswesen, das sich am Verlauf des Pflegeprozesses ausrichtet. Hierzu müssen Mitarbeitende geschult und in die Verantwortung genommen werden. Mehr noch: Mitarbeitenden muss wieder Vertrauen entgegengebracht werden. Und zwar nicht nur von Seiten der Leitungsverantwortlichen, sondern auch von Prüfbehörden.

Zur Vorgehensweise bei Qualitätsprüfungen durch den MDK ist zu sagen, dass diese oft abhängig war (und ist?) von den Vorlieben der MDK-Mitarbeitenden. Während beispielsweise der eine MDK-Prüfende durchgängige Trinkprotokolle bei allen Bewohnern verlangte, verzichtete der andere darauf und vertraute der Pflegefachlichkeit und Professionalität der Pflegenden. Leider wurden (pflegefachliche) Diskussionen oft zu einem Machtspiel, Prüfungen fanden nicht auf Augenhöhe statt. Dies hatte zur Folge, dass nach Prüfungen noch mehr Nachweisformulare implementiert wurden. Bei den Mitarbeitenden in den Einrichtungen hörte man diesbezüglich bald nur noch einen Satz: "Wir dokumentieren für den MDK."

Durch das Projekt der entbürokratisierten Pflegedokumentation wurden und werden die Weichen neu gestellt. Es gibt klare Vorgehensweisen sowie eindeutige Aussagen der im Projekt beteiligten Juristen zum Thema Haftung und Nachweisführung. Dadurch verschlankt sich die Dokumentation erheblich, Zeitressourcen werden freigesetzt.

Als Multiplikatorin für das Projekt beobachte ich in letzter Zeit allerdings, dass sich derselbe Fehler erneut zeigt: Die Pflegedokumentation wird wieder umfangreicher – zum einen aus den oben genannten Gründen, zum anderen spielen die neuen Begutachtungsrichtlinien eine Rolle. Zusätzliche Formulare werden angelegt, es häufen sich Doppeldokumentationen.

Ist auch Ihre Einrichtung davon betroffen? Lassen Sie sich nicht verunsichern, bleiben Sie bei der verschlankten Pflegedokumentation. Sie sind damit auf der sicheren Seite. Lesen Sie dazu auch die Kasseler Erklärungen der Juristen, unter www.ein-step.de/downloads/.

Ich wünsche Ihnen ein gutes und gesundes Jahr 2017 sowie eine erfolgreiche Umsetzung aller anstehenden Neuerungen.

Ihre Claudia Heim

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Claudia Heim
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