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Hausmentorin sorgt für Azubis: Altenzentrum „Schmallenbach-Haus“ gewinnt Altenheim Zukunftspreis 2018

Im "Schmallenbach-Haus" in Fröndenberg (Nordrhein-Westfalen) setzt man auf die Mitarbeiter von morgen: Die Auszubildenden bekommen eine zentrale Mentorin zur Seite gestellt, die sie während der gesamten Ausbildungszeit intensiv unterstützt und betreut. Die Mentorin ist extra für diese Aufgabe freigestellt und kümmert sich ausschließlich um die derzeit 33 Azubis im Haus. Für diese Idee hat das Schmallenbach-Haus jetzt den Altenheim Zukunftspreis 2018 gewonnen.
Mit dem Projekt "Freigestellte Hausmentorin für Auszubildende" möchte man im "Schmallenbach-Haus" die besten Rahmenbedingungen für das junge Pflegepersonal schaffen. Die Hausmentorin steht den Azubis mit Rat und Tat zur Seite und hat einzig die Aufgabe, sich um den Pflege-Nachwuchs zu kümmern – von sonstigen Pflichten ist sie freigestellt.

Die Hausmentorin plant und koordiniert Einsätze und Praktika der Auszubildenden, unterstützt die Praxisanleiter, hat Zeugnisse im Blick und berichtet regelmäßig an die Hausleitung. Außerdem ist die Hausmentorin für interne Lernproben und das Controlling rund um die Ausbildung zuständig. So will man in Fröndenberg optimale Rahmenbedingungen bieten, um den Nachwuchs nicht nur gut auszubilden, sondern im Idealfall nach der Ausbildung auch im Unternehmen zu halten. Dafür wurde das Schmallenbach-Haus jetzt mit dem Altenheim Zukunftspreis 2018 ausgezeichnet. Mit dem Altenheim Zukunftspreis zeichnet die Redaktion der Fachzeitschrift Altenheim, Vincentz Network, einmal jährlich besondere Leistungen in der stationären Altenhilfe aus.

Die mit 3.000 Euro dotierte Auszeichnung nahm Geschäftsführer Heinz Fleck bei der Preisverleihung am 12. November 2018 in Fröndenberg von Altenheim Chefredakteur Steve Schrader entgegen. "Wir freuen uns sehr über die tolle Auszeichnung und Würdigung unseres Projektes mit dem Altenheim Zukunftspreis 2018", so Fleck. "Mit unserem Konzept der freigestellten Hausmentorin gestalten und verbessern wir die Lern- und Arbeitsbedingungen direkt zu Beginn der Pflegeausbildung und schaffen einen attraktiven Ausbildungsplatz. Wir sind sehr stolz auf diesen Preis und werden das Preisgeld für die Ausbildung weiterer Praxisanleitungen verwenden", freute sich der Geschäftsführer. Schrader lobte das Projekt bei der Preisverleihung als "wichtige Investition in die Zukunft der Altenpflege". Gute Ausbildungsstrukturen seien die Basis, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken: "Das Schmallenbach-Haus zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie man mit optimalen Arbeitsbedingungen junge Menschen für die Ausbildung begeistert und langfristig im Beruf hält. Das ist auch gerade mit Blick auf die generalistische Ausbildung im Jahr 2020 ein bedeutendes Signal: Die Altenpflege ist ein attraktives und spannendes Arbeitsfeld!", so der Chefredakteur.

Auch die anderen Jurymitglieder waren begeistert von der Idee der Hausmentorin: "In Zeiten, in denen der Mangel an Fachkräften in der Pflege immer deutlicher spürbar wird, ist es von großer Bedeutung, jungen Menschen, die diesen beruflichen Weg einschlagen, mit besonderer Wertschätzung zu begegnen. Dem Schmallenbach-Haus gelingt dies mit seinem Projekt auf beispielhafte Weise", sagt Jurorin Dr. Beate Radzey von Demenz Support Stuttgart. Dr. Stefan Arend, Vorstand des Kuratoriums Wohnen im Alter, findet das Projekt beispielgebend für die Branche: "Gute Ausbildung im Einklang mit guten Rahmenbedingungen sind das entscheidende Erfolgsrezept für eine erfolgreiche, in die Zukunft gerichtete Personalpolitik und -entwicklung. Wir sollten lernen, dass jede Einrichtung in gute Ausbildung investieren muss. Denn der Wettbewerb um die Talente wird härter, nicht nur zwischen den Trägern der Altenhilfe, sondern zwischen verschiedenen Branchen, die um Mitarbeiter werben müssen. Da reicht es auch nicht, lediglich gesetzliche und leistungsrechtliche Mindeststandards einzuhalten: ein deutliches Mehr ist vonnöten. Und wie das aussehen kann und dass das auch geht, das zeigt das ausgezeichnete Konzept der Hausmentorin", lobt Arend. Günther Schlott, Einrichtungsleiter des Pflegeheims "An den Platanen" gewann den Preis im Vorjahr. Nun saß auch er in der Jury und war vom Projekt der Hausmentorin gänzlich überzeugt: "Das Projekt ist ein guter Schritt in die richtige Richtung. Zudem zeigt sich hier unternehmerische Weitsicht in Bezug auf die bevorstehenden Änderungen in der generalisierten Ausbildung im Jahr 2020. Ab diesem Zeitpunkt werden viele Aufgaben, die bislang die Schulen übernommen haben, auf die praktischen Ausbildungsbetrieb übertragen. Die Aufgaben der Praxisanleiter/-innen werden sich dadurch grundlegend ändern. Das Schmallenbach-Haus ist mit dem innovativen Projekt der freigestellten Hausmentorin als ‚Leiterin der Ausbildungsabteilung‘ wegweisend und sicherlich gut aufgestellt für die Umstrukturierungen der nächsten Jahre in der fachpraktischen Ausbildung."
Kai Tybussek, Rechtsanwalt und Geschäftsführender Partner der Curacon Rechtsanwaltsgesellschaft, sagte bei der Preisverleihung: "Das Projekt ist ein hervorragendes Beispiel, um dem Fachkräftemangel in der Altenpflege direkt vor Ort und ganz konkret zu begegnen. Ich kann nur hoffen, dass es zum Leuchtturmprojekt wird und viele Nachahmer findet."
Der Altenheim Zukunftspreis 2018 wird freundlich unterstützt von der CURACON Rechtsanwaltsgesellschaft.

Curacon-Logo

Lesen Sie einen ausführlichen Beitrag über das Konzept der Gewinner-Einrichtung in der Januar-Ausgabe der Zeitschrift Altenheim

Schmallenbach-Haus

Im Bild v.li.: Kai Tybussek, Rechtsanwalt und Geschäftsführender Partner Curacon Rechtsanwaltsgesellschaft, Herbert Bruckelt, Gesamtpflegedienstleitung Schmallenbach-Haus, Heinz Fleck, Geschäftsführer Schmallenbach-Haus, Hausmentorin Bettina Becker und Altenheim Chefredakteur Steve Schrader bei der Preisverleihung in Fröndenberg. Foto: Susanne El-Nawab

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